Ob beim Packen, bei der Suche nach einem schönen Strand oder beim Übersetzen einer Speisekarte – wer Künstlicher Intelligenz (KI) die richtigen Fragen stellt, kann sich im Urlaub viel Zeit sparen. Reiseanbieter Billa Reisen hat fünf Beispiele gesammelt, wie KI im Sommerurlaub sinnvoll eingesetzt werden kann. Gleichzeitig weist das Unternehmen darauf hin, dass KI zwar eine große Hilfe sein kann, aber nicht unfehlbar ist.
Wer heute mit Programmen wie ChatGPT, Claude, Gemini oder Copilot arbeitet, bekommt keine klassische Suchmaschine, sondern einen digitalen Assistenten. Damit die Antworten wirklich nützlich sind, kommt es auf möglichst genaue Angaben an. Reiseziel, Aufenthaltsdauer, Interessen oder persönliche Vorlieben machen oft den Unterschied zwischen einer allgemeinen und einer individuell passenden Antwort.
Schon vor der Abreise kann KI eine praktische Hilfe sein. Statt Informationen aus vielen verschiedenen Reiseführern oder Internetseiten zusammenzusuchen, lässt sich ein persönlicher Überblick erstellen. Wer beispielsweise angibt, im August sieben Tage auf Kreta zu verbringen und sich für ruhige Strände sowie regionale Küche interessiert, erhält eine Zusammenfassung, die genau auf diese Wünsche zugeschnitten ist.
Neben Wetterinformationen können auch weniger bekannte Ausflugsziele, typische Spezialitäten oder kulturelle Besonderheiten berücksichtigt werden. Laut Billa Reisen werde aus einem beliebten Urlaubsziel so schneller eine Reise, die besser zu den eigenen Interessen passe. Daniela Ebeert, Leitung Unternehmenskommunikation bei Billa Reisen, sagt: "Reisende wollen heute Tipps, die zu ihnen passen. Genau das leistet KI, wenn man ihr die eigenen Vorlieben mitgibt: Aus einem Standardziel wird so ein Urlaub, der sich persönlich anfühlt."
Das Packen gehört für viele zu den stressigsten Vorbereitungen. Häufig bleiben wichtige Dinge zu Hause, während andere unnötig Platz im Koffer beanspruchen. Hier kann KI unterstützen. Wer Reiseziel, Aufenthaltsdauer, geplante Aktivitäten und sogar das erlaubte Handgepäck der Fluggesellschaft nennt, erhält eine individuell zusammengestellte Packliste. Diese kann nach Themen sortiert oder als Checkliste ausgegeben werden.
So lassen sich beispielsweise Kleidung, Technik, Reiseunterlagen oder Medikamente übersichtlich organisieren. Besonders hilfreich kann das sein, wenn nur ein Handgepäckstück mit einem Gewicht von maximal acht Kilogramm erlaubt ist. Die KI kann wichtige Gegenstände hervorheben und weniger notwendige Dinge aussortieren.
Moderne KI-Assistenten können inzwischen nicht nur Texte verstehen, sondern auch Bilder auswerten. Im Urlaub eröffnet das viele Möglichkeiten. Ein Foto einer Speisekarte genügt oft, damit Gerichte übersetzt und erklärt werden. Auch Hinweise auf mögliche Allergene oder Zutaten können erkannt werden.
Das Gleiche gilt für Straßenschilder, Informationshinweise oder Beipackzettel von Medikamenten. Zusätzlich kann die KI höfliche Formulierungen in der jeweiligen Landessprache erstellen und so bei Bestellungen oder einfachen Gesprächen helfen. "Das nimmt vielen die Hemmung, abseits der Touristenlokale essen zu gehen und genau dort wird der Urlaub oft am authentischsten", erklärt Ebeert.
Viele Urlauber suchen im Internet nach den bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Das Ergebnis sind oft dieselben Listen mit den gleichen Attraktionen. KI kann dagegen einen Tagesplan erstellen, der sich an den persönlichen Bedürfnissen orientiert. Wer etwa mit kleinen Kindern unterwegs ist, die Mittagshitze meiden möchte oder lieber gemütlich unterwegs ist, kann diese Informationen direkt angeben. Die vorgeschlagenen Routen fallen dadurch realistischer aus und berücksichtigen individuelle Wünsche.
Auch spontane Änderungen sind möglich. Wer beispielsweise noch einige Stunden bis zum Flughafentransfer Zeit hat, kann sich kurzfristig Vorschläge für interessante Orte oder Aktivitäten in der unmittelbaren Umgebung geben lassen. Ebeert beschreibt diesen Vorteil so: "Man steht irgendwo, hat noch drei Stunden bis zum Transfer und fragt: Was kann ich hier in der Nähe noch machen? Früher hätte man die Zeit verschenkt, heute wird daraus oft das Highlight des Tages."
Auch bei der Suche nach besonderen Aussichtspunkten oder versteckten Buchten kann KI helfen. Viele Programme erkennen inzwischen Orte anhand eines Fotos. Wer etwa ein Bild von Instagram oder Pinterest hochlädt, kann nachfragen, wo sich dieser Ort befindet und ob es vergleichbare Plätze in der Nähe des eigenen Hotels gibt. Dadurch müssen Reisende nicht ausschließlich die bekanntesten Sehenswürdigkeiten besuchen. Stattdessen können auch ruhigere Alternativen vorgeschlagen werden, die leichter erreichbar sind und besser zum eigenen Tagesprogramm passen.
So praktisch KI im Urlaub auch sein kann, ganz ohne Kontrolle sollte man ihre Antworten nicht übernehmen. Billa Reisen weist darauf hin, dass Öffnungszeiten, Eintrittspreise oder andere aktuelle Informationen nicht immer auf dem neuesten Stand sein müssen. Deshalb lohnt es sich, wichtige Angaben zusätzlich zu überprüfen. Außerdem empfiehlt es sich, persönliche oder sensible Daten nicht unnötig in KI-Anwendungen einzugeben. Als Unterstützung bei der Planung, Organisation oder Übersetzung könne künstliche Intelligenz jedoch viele Aufgaben erleichtern und mehr Zeit für den eigentlichen Urlaub schaffen.