Schluss mit Preis-Rätsel

E-Autos: So will der ARBÖ das Lade-Chaos beenden

Der ARBÖ fordert sichtbare Preise an allen E-Ladestationen. Vorbild ist ein neuer Ladepark in Mattersburg mit großen Preisanzeigen wie an Tankstellen.
Team Wirtschaft
09.08.2026, 22:30
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Wer sein E-Auto lädt, soll schon von Weitem sehen können, was die Kilowattstunde kostet. Der ARBÖ fordert deshalb verpflichtende Preismasten an E-Ladestationen – ähnlich wie bei klassischen Tankstellen für Benzin und Diesel.

Betreiber sollen nach Vorstellung des Autofahrerklubs den aktuellen Preis pro Kilowattstunde samt Konditionen und zusätzlichen Gebühren deutlich ausweisen. Damit könnten Fahrer verschiedene Ladepunkte leichter vergleichen und gezielt günstigere Stationen ansteuern.

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"Autofahrer sind diese Transparenz von den klassischen Tankstellen mit Benzin und Diesel gewohnt", sagt ARBÖ-Präsident Peter Rezar. Auch beim Stromladen müsse auf einen Blick erkennbar sein, welche Kosten anfallen.

Preise oft erst in App oder auf Rechnung

Der ARBÖ ortet derzeit einen "Tarifdschungel". Mitglieder würden häufig von unklaren Preisen an öffentlichen Ladepunkten berichten. Die Kosten seien vielfach nur in einer App oder direkt am Bildschirm der Ladesäule zu finden.

Welche zusätzlichen Gebühren anfallen und wie viel die Kilowattstunde am Ende tatsächlich kostet, sei laut ARBÖ teilweise erst auf der Abrechnung vollständig ersichtlich. Das führe immer wieder zu Beschwerden.

Als Vorzeige-Land nennt der Klub Dänemark, wo es solche Preisanzeigen bereits an zahlreichen E-Tankstellen gebe. Auch einige Anbieter in Bayern hätten das System eingeführt.

Mattersburg zeigt Preise schon von Weitem

In Österreich verweist der ARBÖ auf die vor wenigen Wochen eröffnete E-Tankstelle der Burgenland Energie in Mattersburg. Dort zeigt ein Preismast die aktuellen Ladekosten in einem Format an, das man bereits aus größerer Entfernung lesen kann.

Der neue Standort ist nach Angaben der Burgenland Energie die erste E-Tankstelle dieser Art im Burgenland. Neben Schnellladesäulen mit bis zu 360 kW gibt es dort einen Shop, Sanitäranlagen und einen überdachten Ladebereich für Pkw, Lkw und Busse.

Das Land und die Burgenland Energie wollen nach diesem Vorbild künftig in jedem Bezirk eine zentrale E-Tankstelle errichten. Diese sollen das bereits bestehende Netz von rund 1.000 Ladepunkten ergänzen.

ARBÖ will einheitliche Regel

Für den ARBÖ reicht ein einzelnes Vorzeigeprojekt nicht. Die sichtbare Preisauszeichnung sollte nach Ansicht des Klubs für alle öffentlichen Ladepunkte gelten.

Gerade mit der steigenden Zahl an Elektro- und Plug-in-Hybrid-Autos brauche es klare und leicht vergleichbare Tarife, argumentiert Rezar. Der Fahrer müsse vor dem Laden wissen, was ihn die Kilowattstunde kostet – und nicht erst danach.

{title && {title} } tmw, {title && {title} } 09.08.2026, 22:30
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