Schwerer Ausbruch im Kongo

Ebola erreicht Frankreich – Arzt in Isolation

In Frankreich wurde erstmals ein Ebola-Fall im Zusammenhang mit dem Ausbruch im Kongo bestätigt. Der infizierte Arzt wurde sofort isoliert.
Newsdesk Heute
24.06.2026, 13:04
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Nach dem schweren Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist nun erstmals auch in Frankreich eine Erkrankung bestätigt worden. Ein Mitarbeiter der humanitären Hilfe, der aus dem zentralafrikanischen Staat zurückkehrte, wurde positiv auf das Virus getestet.

Wie das französische Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, wurde der Mann unmittelbar nach seiner Ankunft in ein Krankenhaus gebracht und isoliert. Damit soll verhindert werden, dass sich weitere Personen anstecken.

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Ermittlungen zu Kontaktpersonen

Nach Angaben der Behörden befindet sich der Patient in stabilem Zustand. Gleichzeitig laufen Ermittlungen zu möglichen Kontaktpersonen. Menschen, die mit dem Arzt in Berührung gekommen sind, sollen vorsorglich für 21 Tage in häusliche Quarantäne.

Noch vor Beginn der Fußball-WM hatte die WHO Europa erklärt, dass es innerhalb der Europäischen Union keine aktiven Ebola-Fälle und keine lokale Übertragung gebe. Das Risiko für die Bevölkerung wurde als gering eingestuft.

Zuvor war lediglich ein US-Arzt zur Behandlung nach Deutschland ausgeflogen worden. Er wurde in der Berliner Charité versorgt und nach überstandener Erkrankung inzwischen wieder entlassen.

Ebola gilt als lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch direkten Körperkontakt sowie über Körperflüssigkeiten übertragen. Die Eindämmung des aktuellen Ausbruchs gestaltet sich besonders schwierig, da gegen den Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder ein Impfstoff noch eine spezielle Therapie verfügbar ist.

Seit Bekanntwerden des Ausbruchs im Mai ist die Zahl der bestätigten Infektionen in der Demokratischen Republik Kongo auf mehr als 1.000 angestiegen. Nach Angaben des Informationsministeriums in Kinshasa wurden in drei nordöstlichen Provinzen des Landes mehr als 260 Todesfälle unter den bestätigten Ebola-Patienten registriert.

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