Eine monatelange Einbruchserie quer durch Österreich ist endlich geklärt: Ermittler des Landeskriminalamtes Niederösterreich konnten fünf Verdächtige ausforschen und festnehmen. Der Schwerpunkt der Taten lag in Niederösterreich.
Insgesamt werden der mutmaßlichen Tätergruppe 198 Einbruchsdiebstähle zwischen November 2025 und Juni 2026 zugerechnet. Besonders im Visier standen Wasch- und Staubsaugerautomaten bei Tankstellen und Waschanlagen.
Fast die Hälfte aller Fälle ereignete sich in Niederösterreich. Insgesamt zählt die Polizei hier 93 Tatorte. Besonders stark betroffen war der Bezirk Baden mit 21 Fällen, gefolgt von St. Pölten-Stadt mit elf und dem Bezirk Bruck an der Leitha mit neun Einbrüchen.
Acht Taten wurden im Bezirk Mödling registriert, jeweils sieben in den Bezirken Gänserndorf und Melk. Weitere Tatorte gab es unter anderem in Amstetten, St. Pölten-Land, Wiener Neustadt-Land, Korneuburg und Tulln.
Die Ermittler kamen der Gruppe unter anderem über zwei mutmaßliche Täterfahrzeuge auf die Spur. Bereits am 9. Jänner wurden ein damals 39-jähriger Österreicher mit Wohnsitz in der Slowakei und ein damals 38-jähriger Slowake in Wien festgenommen.
Die beiden sollen zuvor Automaten in Strasshof an der Nordbahn und Deutsch-Wagram im Bezirk Gänserndorf aufgebrochen haben. Nach ihren Einvernahmen wurden sie in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.
Am 21. April klickten dann für einen 36-jährigen Slowaken die Handschellen. Er wurde in Gmunden festgenommen und zeigte sich laut Polizei zu den Automateneinbrüchen geständig. Er soll gemeinsam mit einem weiteren 38-jährigen Hauptbeschuldigten unterwegs gewesen sein. Dieser Hauptverdächtige wurde schließlich am 3. Juni gemeinsam mit einer 38-jährigen Slowakin geschnappt. Zuvor soll das Duo im Bezirk Baden in Pottenstein und Tribuswinkel zugeschlagen haben.
Polizisten hielten die beiden wenig später in Alland an. Im Fahrzeug fanden die Ermittler laut Polizei rund 300 Euro Münzgeld sowie Einbruchswerkzeug. Beide wurden in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert.
Die Dimension der Serie ist enorm: Der Gesamtschaden liegt bei mehr als 236.000 Euro. Rund 187.000 Euro davon entfallen allein auf Sachschäden. Das erbeutete Diebesgut hatte einen Wert von rund 49.000 Euro.
Die Verdächtigen sollen von der Slowakei aus in wechselnden Zusammensetzungen durch Österreich gefahren sein. Nur Vorarlberg blieb laut Ermittlungen von der Serie verschont. Die Beschuldigten zeigten sich bei ihren Einvernahmen zum Großteil geständig.