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"Fast täglich": Ikea-Kassiererin half bei Diebstählen

Eine Ikea-Mitarbeiterin soll mit einer perfiden Masche über Jahre hinweg Waren gestohlen haben. Vor Gericht packen sie und ihre Komplizen nun aus.
Newsdesk Heute
21.04.2026, 16:14
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Am Amtsgericht Freiburg (D) steht eine Ikea-Mitarbeiterin wegen schweren Diebstahls vor Gericht – der Schaden soll enorm sein.

Die 50-jährige Kassiererin soll laut Anklage über Jahre hinweg ihre Position ausgenutzt haben, um Waren im Wert von rund 130.000 Euro verschwinden zu lassen. Staatsanwalt Dominik Stahl wirft ihr vor, gemeinsam mit mehreren Komplizen systematisch vorgegangen zu sein, berichtet die "Bild".

Belege von zahlenden Kunden gesammelt

Demnach ließ die Frau Verwandte und Bekannte mit Waren an ihrer Kasse passieren, ohne diese zu scannen oder zu kassieren. Zusätzlich soll sie Belege von zahlenden Kunden gesammelt und ihre Mitangeklagten angewiesen haben, genau diese Produkte aus dem Geschäft zu stehlen. Mit den Originalbons wurden die Artikel anschließend zurückgebracht, um sich den Kaufpreis erstatten zu lassen.

Im Laufe der Zeit soll die Gruppe immer dreister vorgegangen sein. Laut Anklage kam es zuletzt "fast täglich" zu Diebstählen, bei denen auch ein 26-jähriger Komplize beteiligt gewesen sein soll.

Unstimmigkeiten bei Inventur

Aufgeflogen ist die Masche durch Unstimmigkeiten bei einer Inventur. Zudem wurde ein Nachbar misstrauisch, weil bei der Tochter der Hauptangeklagten ständig neue Ikea-Pakete geliefert wurden. Insgesamt werden der Kassiererin 218 Fälle zur Last gelegt. Auch ihr Ehemann und ihre Tochter sollen von den Taten profitiert haben.

Zu Prozessbeginn kündigte die Angeklagte ein Geständnis an. Der zuständige Richter stellte dafür eine maximale Strafe von drei Jahren in Aussicht. Kurz darauf brach die Frau in Tränen aus und konnte vorerst keine weiteren Angaben machen.

Auch die Mitangeklagten zeigten sich geständig. Einer von ihnen schilderte: "Wir durften bei Steffi an der Kasse vorbei, ohne zu zahlen. Das wurde zur Routine." Er habe nicht nur für sich selbst gestohlen, sondern auch auf Bestellung: "Steffi hat mir per WhatsApp Bilder geschickt, welche Möbel sie gerne hätte." Ein Teil der Ware sei später im Internet weiterverkauft worden. "Es war schnelles, einfaches Geld. Im WhatsApp-Chat haben wir uns damit gebrüstet, wie toll wir sind."

Mit Ausnahme der Hauptangeklagten sollen die übrigen Beteiligten mit Bewährungsstrafen davonkommen.

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