Genau am Rosenmontag brachte eine junge Katze vier winzige, blinde Katzenkinder zur Welt, doch schon am Aschermittwoch sitzt sie mitsamt ihren Babys im Tierheim Bergheim. Die Kommentare zum Instagram-Beitrag des Tierheims sind dementsprechend hasserfüllt.
Die Mitarbeiter des Tierheims lassen natürlich nicht gerade die Korken knallen, wenn auf einmal eine ganze Familie durch die Tür kommt, für die nun ein warmes Plätzchen geschaffen werden muss, aber wenigstens waren die ehemaligen Halter so fair, ihre Katze ins Tierheim zu bringen und nicht irgendwo in einem Waldstück ihrem Schicksal zu überlassen. Die Besitzer des Rotschopfs meinten als Abgabegrund nur "ungewollter Nachwuchs" und gingen wieder ihre Wege.
Solche traurigen Beispiele zeigen aber wieder, dass die Kastrationspflicht nicht von ungefähr kommt. Auch wenn der Rotschopf sehr früh mit seinen Kindern dran war, kommt jetzt die Zeit der Frühlingskitten, wenn die Jungtiere des letzten Herbstes nicht rechtzeitig kastriert werden. Tierheime müssen unbedingt entlastet werden, und wer nicht züchtet, sollte auf die kurze Verzückung von Katzenbabys verzichten.