Nach dem Grusel-Geständnis von Günther "Gunkl" Paal herrscht in Österreichs Promi- und Kabarettszene nur kurz Sprachlosigkeit. Als Erstes meldete sich sein langjähriger Radio-Co-Host Thomas Niesner zu Wort und erklärte, dass ihn die Ekel-Enthüllungen über seinen Freund "mit einem Meer aus Fragen zurücklassen", so der Moderator der "Blauen Stunde". Die gemeinsame Kultsendung muss sich in Zukunft neu erfinden. Auch Bühnenkollegin Caroline Athanasiadis erklärte "ehrlich erschüttert" zu sein.
Alfred Dorfer – der mehr als 20 Jahre mit Gunkl auf der Bühne stand und ebenfalls im Kultfilm Muttertag mitspielte – fragte Paal beim Aufkommen erster Gerüchte per SMS, ob das denn stimme – und dieser bestätigte ihm das per Textnachricht. "Damit waren die Spekulationen aus dem Weg geräumt. Die Fassungslosigkeit bleibt", so Dorfer zum "Falter". Das Geschehene läge "außerhalb meiner Vorstellungskraft. Ihm sei vor allem wichtig, dass bei der öffentlichen Debatte das betroffene Kind nicht aus dem Blick gerate.
Das findet auch Jazz-Gitti, dennoch wetterte sie wie keine andere gegen den beschuldigten Bühnen-Star, der absolut bizarre Dreierspiele und seine pädophilen Neigungen wohl jahrelang mit Mutter und Oma des erst 4-jährigen Opfers auslebte. "Er muss froh sein, dass ich nicht die Richterin bin, weil ich hätte ihm die Eier abgeschnitten", wütet die 80-Jährige in einem Instagram-Video.
Politiker wie Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner erklärten "kein normal denkender Mensch verstehen" könne, wieso Gunkl auf freiem Fuß auf seinen Prozess warten könne. Auch VP-Familienministerin Claudia Bauer forderte, dass es "keinen Promi-Bonus" für Gunkl geben dürfte. Gegen Paal wurde Anklage wegen sexuellen Missbrauchs einer Unmündigen und des Besitzes von Kindesmissbrauchsmaterial erhoben – wir berichteten. Die Unschuldsvermutung gilt.