Die kalte Jahreszeit wird für Pensionistin Elfriede G. zum finanziellen Drahtseilakt. Die 71-jährige Wienerin muss auch sonst jeden Euro zweimal umdrehen, wenn die Heizsaison beginnt, wird es für sie besonders bitter. Um ein Drittel ist für sie das Heizen teurer geworden. Ohne Unterstützung könnte sich die Frau aus Wien-Penzing keine warme Wohnung leisten.
"Hätte ich keine Gratis-Lebensmittel von der Caritas, müsste ich in einer kalten Wohnung sitzen", erzählt die ehemalige Floristin im Gespräch mit "Heute".
Alle zwei Monate muss Elfriede 250 Euro für Gas bezahlen, dazu kommen rund 160 Euro für Strom. Bei einer monatlichen Pension von 1.300 Euro bleibt nach Abzug der Miete und der laufenden Kosten kaum etwas übrig.
"Ich habe eine Pflegestufe und komme damit insgesamt auf etwa 1.600 Euro", rechnet die Wienerin vor. Trotzdem reicht das Geld kaum, um sich neben den notwendigen Ausgaben noch etwas leisten zu können.
Einmal pro Woche besucht Elfriede die Lebensmittelausgabe LE+O der Caritas in Wien-Meidling. Ihre Enkeltochter holt sie dafür aus dem 14. Bezirk ab und bringt sie zur Ausgabestelle.
Dort bekommt die Pensionistin unter anderem frisches Obst und Gemüse. Das gesparte Geld braucht sie dringend für ihre laufenden Rechnungen. In den Supermarkt geht Elfriede mittlerweile nur noch einmal im Monat, um Dinge zu besorgen, die sie bei der Caritas nicht bekommt. Selbst Kaffee oder bestimmte Kosmetikprodukte sind für sie zum Luxus geworden.
Für Ersparnisse oder einen kleinen Urlaub bleibt bei den hohen Lebenshaltungskosten allerdings kein Geld übrig.