Hirschers legendärste "Watschn" an uns Reporter

Zehn Jahre nach seinem ersten Sieg tritt Marcel Hirscher zurück. Mit ihm verliert der Ski-Sport nicht nur seinen Besten, sondern auch den "Goschertsten".
67 Weltcupsiege, acht Mal großes Kristall, drei Mal Olympiagold und sieben Weltmeistertitel – mit Marcel Hirscher verlässt der Dominator den Ski-Zirkus.

Der 30-Jährige wird uns aber nicht nur wegen seiner Siege fehlen. In seinen rund zehn Jahren an der Spitze seines Sports unterhielt uns der Annaberger auch abseits der Pisten köstlich.

Besonders erfrischend: Auf Medienkritik reagierte Hirscher nicht wie viele andere Sportler patzig und zog sich zurück. Er ging in die Offensive und sagte, was er sich dachte. Das führte zu einigen legendären Sprüchen. Besonders ORF-Anchorman Rainer Pariasek musste so im Zielraum die eine oder andere Spitze einstecken.

CommentCreated with Sketch.0 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Hirscher gegen Online-Redakteure



Zunächst halten wir uns aber selbst den Spiegel vor. Wir? Damit sind Online-Sportjournalisten gemeint. Die bekamen bei der Ski-WM 2017 ordentlich ihr Fett weg. In nur einem Satz watschte er uns alle ab.

"Ich bin peinlich enttäuscht von manchen Menschen, die in einer Online-Redaktion hocken, deren größtes Problem wahrscheinlich ist, dass sie die Kaffeemaschine in der Früh einschalten und noch nie einen Schwung auf Ski gefahren sind."



Hirscher hatte mit Österreich im Teambewerb "nur" Rang fünf belegt, überraschend gegen den krassen Außenseiter aus Belgien, Dries Van den Broecke, verloren. Welcher Bericht ihn daraufhin so auf die Palme brachte, ist nicht überliefert.

"Ihr checkt das nicht"



Fragen zu seinem Privatleben hört Hirscher meist nicht gern. Mit Genugtuung rieb er uns Reportern daher unter die Nase: "Die Laura rennt fast zwei Jahre mit einem Verlobungsring rum und ihr checkt das nicht." Mit Laura ist natürlich Laura Hirscher, ehemals Moisl gemeint.

2016 feierte Marcel Hirscher seinen fünften Gesamtweltcup in Folge. Diesen Rekord sollte er 2019 auf acht ausbauen. Hirscher damals: "Die Medien finden immer einen Rekord, den ich gebrochen habe, und sei es nur drei Siege bei Halbmond. Aber die fünf Gesamtweltcup-Siege sind wirklich etwas – zumindest für die nächsten fünf Jahre."

Hirscher gegen Pariasek



Dieses dynamische Duo lieferte in mehr als einem Jahrzehnt so manchen Klassiker. Hirscher führte gerne Schmäh mit Pariasek, manchmal auch auf dessen Kosten.

So auch bei der "Sportler des Jahres"-Gala 2018. Wie Hirschers Sohn heiße? Hirscher: "Mein Baby heißt sicher nicht Rainer!" Weiter: "Und wenn ich euch den Namen verraten würde, dann hättet ihr Sportjournalisten ja gar nichts anderes mehr zu tun", so der siebenfache Gesamtweltcupsieger. "Versucht es ruhig weiter, aus mir bekommt ihr nichts heraus!"

Vor eineinhalb Jahren gratulierte Pariasek im Zielraum von Aare zur siebenten Großen Kristallkugel. Die Temperaturen waren in den Tagen zuvor gestiegen, der Frühling lag in der Luft. Hirscher: "Die Haube könnte man weg tun dann." Pariasek verdutzt: "Gefällt Ihnen meine Haube nicht, oder wie?" Hirscher diplomatisch: "Na, ist tiptop – sehr ungewohnt – sag mas so."

Alle Stories zum Hirscher-Abschied:



+++ Fix! Marcel Hirscher beendet seine Karriere +++

+++ Hirscher: Rücktritt fühlt sich absolut richtig an +++

+++ Hirscher: "Super, dass ich mit meinem Buam Fußballspielen kann" +++

+++ Schröcksnadel: "Hirscher bleibt ja eh bei uns" +++

+++ Alaba zu Hirscher: "Wir sind alle stolz auf dich!" +++

+++ Pfiat di, Marcel! Seine magischen Momente im Video +++



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+++ Hirscher traut Nachfolgern den Gesamtweltcup zu +++

(SeK)

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