Was passiert, wenn auf einem Gnadenhof plötzlich das Wasser ausgeht? Genau diese dramatische Situation erlebt derzeit Gundula Höllerer auf ihrem Lebenshof in Brand-Laaben (Bezirk St. Pölten-Land). Mehr als 80 gerettete Tiere sind auf ihre Hilfe angewiesen – doch die anhaltende Hitze hat den Wasserzulauf versiegen lassen.
Seit 2016 widmet Höllerer ihr Leben jenen Tieren, die kaum noch eine Chance hatten. Kranke, misshandelte oder traumatisierte Kühe, Pferde, Ziegen, Schafe und viele andere Tiere fanden auf ihrem Hof ein sicheres Zuhause. Nun steht ausgerechnet dieser Zufluchtsort vor einer existenziellen Herausforderung.
Die Lage ist inzwischen so ernst, dass sogar Nachbarn mit Wasser aushelfen mussten. Denn ohne eine verlässliche Versorgung geraten die Tiere rasch in Gefahr. Vor allem die großen Wiederkäuer benötigen enorme Wassermengen. Eine einzige Kuh trinkt an heißen Sommertagen zwischen 60 und 130 Liter Wasser täglich. Bei über 80 Tieren wird schnell deutlich, welche Mengen auf dem Hof benötigt werden.
„Für unsere Tiere ist Wasser lebensnotwendig. Es bricht mir das Herz, wenn ich nicht weiß, wie wir ihre Versorgung langfristig sicherstellen können. Deshalb hoffen wir auf Unterstützung für den Bohrbrunnen.“Gundula HöllererObfrau und Betreiberin, Tierschutzverein "Leben lassen"
Damit der Hof auch künftig unabhängig mit Wasser versorgt werden kann, soll ein Bohrbrunnen errichtet werden. Die Kosten dafür liegen allerdings zwischen 10.000 und 25.000 Euro – eine Summe, die der Tierschutzverein aus eigener Kraft nicht stemmen kann.
Deshalb wurde eine GoFundMe-Spendenaktion gestartet. Jeder Euro soll dabei helfen, die Wasserversorgung langfristig zu sichern und den Lebenshof gegen die Folgen immer häufiger auftretender Trockenperioden zu wappnen. Wenn auch du helfen möchtest, die so wichtige Wasserversorgung zu gewährleisten, dann spende bitte HIER.
Für Höllerer geht es dabei um weit mehr als nur einen Brunnen. Es geht um das Überleben jener Tiere, die nach oft jahrelangem Leid endlich einen sicheren Platz gefunden haben. Damit dieser Zufluchtsort bestehen bleibt, hofft der Verein nun auf die Unterstützung der Bevölkerung.