Kaum wird es kühler, verschwindet das Thema Hitzeschutz aus den Schlagzeilen. Doch die nächste Hitzewelle wird kommen - und die Folgen von Extremhitze sind weitreichend.
Hitze gefährdet nicht nur unsere Gesundheit, sondern verursacht auch erhebliche wirtschaftliche Kosten. Extreme Temperaturen setzen Straßen und Schienen zu. Sinken die Wasserstände in Flüssen, drohen höhere Transportkosten und Lieferengpässe in der Industrie.
Trocknen die Böden aus, steigt die Gefahr von Waldbränden und in der Landwirtschaft können Ernten gefährdet werden, wie quarks.de berichtet.
Ganz bei Null starten wir nicht: Es gibt bereits Warnsysteme und Hitzeschutzpläne für besonders gefährdete Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kindergärten oder Pflegeheime. Auch in vielen Gemeinden werden schon Maßnahmen umgesetzt - etwa mehr Grünflächen, die Klimatisierung von Gebäuden oder die Entsiegelung von Flächen.
Besonders dringend ist die Anpassung von Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schulen und Kindergärten.
Nötig sind unter anderem wirksame Beschattung, bessere Gebäudekühlung, begrünte Außenflächen und Trinkwasserangebote.
In Städten sollten Bäume erhalten und neu gepflanzt, Flächen entsiegelt und schattige öffentliche Räume geschaffen werden. Auch der Zugang zu Trinkwasser und kühlen Aufenthaltsorten muss während Hitzewellen gesichert sein.
Selbst wenn wir uns besser an die Hitze anpassen, dürfen wir nicht vergessen, das Problem auch an der Wurzel anzugehen.
Klimaschutz und Anpassung gehören zusammen. Denn je weniger sich das Klima weiter erwärmt, umso mehr Möglichkeiten haben wir, mit den Folgen durch Hitze und Trockenheit umzugehen.