Tierische Eskalation

Hündin an Heizkörper gekettet! Ex-Halter randaliert

Weil ihm Hündin "Mausi" wegen Tierquälerei abgenommen wurde, randalierte der Halter ein Jahr später bei der Pfotenhilfe in Lochen.
27.10.2026, 08:35
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Dramatische Szenen am Tierschutzhof Pfotenhilfe in Lochen (OÖ): Was als harmlose Besucherführung begann, entwickelte sich für die Mitarbeiter plötzlich zu einem bedrohlichen Zwischenfall. Ein Mann aus Geretsberg, dem seine Hündin "Mausi" bereits im November 2025 wegen Tierquälerei behördlich abgenommen worden war, nutzte offenbar die Gelegenheit, um das Tier eigenmächtig zurückzuholen. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin entfernte er sich plötzlich von der Besuchergruppe, steuerte auf das Wohnhaus zu und schrie, dass er sich seinen Hund jetzt holen werde. Nur mit Mühe gelang es den Tierpflegern, das Paar vom Grundstück zu verweisen.

An Heizkörper gekettet - jetzt wollte er sie zurück

Die Vorgeschichte macht den Vorfall besonders erschütternd: Hündin Mausi hatte unter katastrophalen Bedingungen in einem völlig vermüllten Haus leben müssen. Unter anderem war sie dort an einen Heizkörper gekettet gewesen. Die Behörden schritten schließlich ein und brachten das Tier in die Obhut der Pfotenhilfe. Doch statt Einsicht zu zeigen, kämpfte der ehemalige Halter weiter um die Rückgabe. Erst im August 2026 bestätigte das Landesverwaltungsgericht die Abnahme. Bereits während einer Verhandlung im Juni hatte der Mann laut Pfotenhilfe lautstark protestiert und sogar angekündigt, sich die Hündin eigenmächtig zurückzuholen.

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„Er ist völlig uneinsichtig und hat trotz allem null Unrechtsbewusstsein, wir haben aber ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass er es tatsächlich mit Gewalt versucht“
Johanna Stadler Pfotenhilfe-Chefin

Tierhaltungsverbot bereits seit über 20 Jahren!

Besonders brisant: Gegen den Mann besteht bereits seit 2001 ein Tierhaltungsverbot für landwirtschaftliche Tiere. Laut Pfotenhilfe dürfte mittlerweile auch ein entsprechendes Verbot für Heimtiere bestehen. Dennoch mussten die Tierschützer im Laufe der Jahre wiederholt Tiere abholen, die der Mann trotz bestehender Verbote gehalten haben soll. Dass er sich nun ausgerechnet unter die Besucher einer Führung mischte, um an Mausi heranzukommen, sorgte für Entsetzen.

Rausschmiss und Hausverbot

Die Tierpfleger hatten den Mann zunächst nicht erkannt und ihn deshalb gemeinsam mit anderen Besuchern auf das Gelände gelassen. Nach dem Zwischenfall zog die Pfotenhilfe allerdings Konsequenzen: Sowohl gegen den ehemaligen Halter als auch gegen seine Lebensgefährtin wurde ein schriftliches Hausverbot ausgesprochen.

Für Hündin Mausi bleibt damit vorerst alles beim Alten: Sie darf weiterhin in der Obhut jener Menschen bleiben, die sie einst aus ihrer qualvollen Haltung befreit haben. Denn eines sollte nach diesem Vorfall endgültig klar sein: Ein Tier ist kein Besitz, den man sich gegen behördliche Entscheidungen einfach mit Gewalt zurückholen darf.

red, 27.10.2026, 08:35