Ein Forschungsteam aus Ungarn machte eine ziemlich lustige Entdeckung innerhalb einer Studie. Kleinkinder, Hunde und auch Katzen standen hier im direkten Vergleich, und die Ergebnisse sind wirklich verblüffend.
Im Mittelpunkt der Forschung stand "prosoziales" Verhalten, was eigentlich nichts anderes bedeutet, als jemandem zu helfen, ohne selbst davon einen Nutzen zu ziehen. Hilfsbereitschaft könnte man es auch nennen und sollte Schwerpunkt einer jeden Erziehung sein.
Man erforschte also folgende Situation: Ein Mensch des Vertrauens - für Kleinkinder, Mama oder Papa und für das Haustier eben Frauchen oder Herrchen musste einen Gegenstand suchen, ohne aktiv das Kind, den Hund oder die Katze um "Hilfe zu bitten". Im Fall der Studie handelte es sich um einen Schwamm, der vorher gut sichtbar versteckt wurde. Wie haben also Kind, Hund und Katze reagiert?
Okay, auch wenn man nicht unterstellen darf, dass die Katze einfach nur mit den Augen rollt und uns insgeheim unsere völlige Unfähigkeit vorhält, war sie weit davon entfernt, aktiv ihre Hilfe anzubieten. Blickwechsel zum Halter und zum Schwamm ('à la - dort liegt es doch, du Blindfisch) zeigte sie allerdings schon, weshalb das Team ein komplettes Desinteresse der Katze ausschließt.
Kinder und Hunde zeigten im Gegensatz erstaunlich ähnliche Hilfsansätze vom Anzeigen bis zum Bringen, was aber laut den Forschern der gemeinsamen Geschichte zugrunde liegt.
Hunde helfen Menschen seit jeher, und diese instinktive Kooperation ist fest in den Genen verankert. Die Domestizierung und gezielte Zucht der besonders kooperativen Hunde sind einfach nicht von der Hand zu weisen und machen das gemeinsame Leben ja aus. Selbst der Wolf ist ein soziales Rudeltier, das innerhalb des Familienverbandes gibt und nimmt.
Katzen hingegen sind Einzelgänger und waren es immer. Auch wenn die Miez vom Zusammenleben mit uns profitiert, wäre sie niemals von uns abhängig, weshalb ihre Reaktion in einer solchen Studie kein "Eigenwille" ist, sondern einfach nur Teil ihrer tief verankerten Wurzeln.