Angebliche Drogenboote

"Inakzeptabel" – Moskau rügt Trump für Angriffe

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat den USA für die tödlichen Attacken auf venezolanische Boote in der Karibik Gesetzlosigkeit vorgeworfen.
Newsdesk Heute
12.11.2025, 07:45
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Die Führung in Moskau hat die seit Wochen von der US-Armee verübten tödlichen Angriffe gegen angebliche Drogenboote in der Karibik als "inakzeptabel" verurteilt. "So handeln üblicherweise gesetzlose Länder sowie solche, die sich für über dem Gesetz stehend halten", sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow in einer am Dienstag im russischen Fernsehen ausgestrahlten Erklärung. Dabei sprach er vom "Vorwand der Drogenbekämpfung", mit dem Washington sein Vorgehen begründe.

Die US-Armee hatte Anfang September mit Angriffen auf Boote vor allem in der Karibik begonnen, später wurden auch Boote im östlichen Pazifik attackiert. Die angegriffenen Boote kommen aus Venezuela und hatten nach Angaben der US-Regierung Drogen transportiert.

Lawrow: Keine Beweise

Lawrow warf Washington vor, bislang keine Beweise dafür vorgelegt zu haben, dass die attackierten Boote tatsächlich Drogen beförderten. Die US-Armee zerstöre die Boote "ohne Gerichtsprozess oder Ermittlungen" und "ohne irgendjemandem irgendwelche Fakten vorzulegen", sagte er.

Venezuela wird von dem linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro regiert, der politisch und wirtschaftlich auf die Unterstützung des Kreml zählt.

US-Verdächtigungen zurückgewiesen

Lawrow erklärte sich zudem bereit, Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump über angebliche unterirdische Atomtests der russischen Armee mit Washington zu besprechen. Lawrow wies zugleich die "Verdächtigungen unserer US-Kollegen" zurück, dass Moskau "womöglich etwas Geheimes tief unter der Erde" tue.

Trump hatte vor kurzem das Pentagon angewiesen, "unverzüglich" damit zu beginnen, US-Atomwaffen "zu testen". Später sagte der US-Präsident, eine Wiederaufnahme der Tests sei aufgrund der Testprogramme anderer Staaten "angemessen". Moskau warf er vor, geheime Tests mit nuklearen Sprengköpfen abgehalten zu haben. Tests mit Waffensystemen, die nuklear bestückt werden können, werden wiederum regelmäßig von allen Atommächten umgesetzt.

Nach Trumps Ankündigung erklärte Russlands Präsident Wladimir Putin, Moskau erwäge die Wiederaufnahme von Atomwaffentests, falls die USA dies auch tun sollten. Der letzte Atomwaffentest Moskaus geht auf das Jahr 1990 zurück, kurze Zeit vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 12.11.2025, 07:58, 12.11.2025, 07:45
Jetzt E-Paper lesen