US-Präsident Donald Trump stellt sich öffentlich hinter Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu. Doch eine Umfrage zeigt, dass das Ansehen Israels in den USA deutlich gesunken ist.
Die Stimmung gegenüber Israel hat sich in den Vereinigten Staaten spürbar verschlechtert. Laut einer Erhebung des Pew Research Center vom März haben mittlerweile 60 Prozent der Amerikaner ein negatives Bild von Israel. Besonders ausgeprägt ist die Ablehnung unter Menschen, die den Demokraten nahestehen: Dort liegt der Anteil bei 80 Prozent.
Die Befragung fand einen Monat nach Beginn des gemeinsamen Angriffs der USA und Israels auf den Iran Ende Februar statt. Gegenüber früheren Erhebungen ist die negative Haltung gegenüber Israel deutlich gestiegen. Gleichzeitig hat auch das Vertrauen in Israels Ministerpräsident abgenommen.
Trump hält dennoch öffentlich zu Israels Regierungschef. Auf seiner Plattform Truth Social bezeichnete er Netanjahu als großartigen "Partner für Frieden" im Kampf gegen den Iran.
Dabei hatte Trump selbst noch im Sommer deutliche Kritik an Netanjahu geübt. Damals warf er dem israelischen Ministerpräsidenten vor, er habe "kein fucking Urteilsvermögen". Nun schlägt der US-Präsident wieder einen deutlich freundlicheren Ton an.
Anders als Trump beurteilt der demokratische US-Senator Chuck Schumer die israelische Regierung. Er übt deutliche Kritik an der aktuellen politischen Führung des Landes. Die unterschiedlichen Positionen spiegeln auch eine Veränderung in den USA wider. Über lange Zeit konnte sich Israel auf Unterstützung aus beiden großen politischen Lagern verlassen.
Die jüngsten Umfragewerte deuten jedoch darauf hin, dass dieser parteiübergreifende Rückhalt derzeit deutlich geschwächt ist. Besonders unter demokratisch orientierten Amerikanern ist die Skepsis gegenüber Israel groß.