FPÖ: "Er beleidigt Millionen"

Kanzler Stocker nennt Kickl "völlig verantwortungslos"

Im "Heute"-Talk attackiert Kanzler Stocker FPÖ-Chef Kickl scharf - der kontert mit heftigen Vorwürfen: "Stocker beleidigt Millionen Menschen."
Newsdesk Heute
04.04.2026, 05:15
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Der Ton in der heimischen Innenpolitik wird zusehends rauer. Im großen "Heute"-Interview geht Bundeskanzler Christian Stocker (66, VP) frontal auf FPÖ-Chef Herbert Kickl (57) los – und findet klare Worte: Dessen Vorschläge zur Abmilderung der Spritpreis-Krise seien "nicht mutig, sondern völlig verantwortungslos und aktuell nicht finanzierbar".

Konkret geht es um Kickls Forderung nach massiven Entlastungen an den Zapfsäulen des Landes. Für Stocker ist das reine Augenwischerei: "Er verspricht das Blaue vom Himmel." Die Kosten würden sich laut Kanzler auf Milliarden summieren – Geld, das im Budget fehle. "Die FPÖ will einen Einnahmen-Entfall mit einem weiteren Einnahmen-Entfall finanzieren. Absurd."

Auch politisch spart Stocker nicht mit Kritik. "Herbert Kickl verspricht etwas, aber muss nie liefern." Besonders scharf wird der Kanzler bei internationalen Verflechtungen: "Seine Freunde im Westen und Osten – Trump und Putin – haben uns diese Energiekrisen eingebrockt."

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Basierend auf Daten von e-control, ohne Gewähr für die Richtigkeit.

Dass Kickl mit seinen Botschaften dennoch viele erreicht, überrascht Stocker nicht – nachvollziehen kann er es aber nicht.

„Wir sind nur noch eine Nationalratswahl davon entfernt, das Ruder in Richtung guter Jahre herumzureißen.“
Herbert KicklKlubobmann (FPÖ)
FPÖ-Chef Herbert Kickl
Sabine Hertel

Die Antwort des FPÖ-Chefs lässt nicht lange auf sich warten – und fällt ebenso heftig aus. "Der nicht-gewählte Bundeskanzler Stocker hat null G'spür für das, was die Österreicher wirklich bewegt. Er ist abgehoben und hat die Verbindung zur Bevölkerung längst verloren."

Kickl wirft dem Kanzler vor, die falschen Prioritäten zu setzen: "Statt alle Hebel im eigenen Land in Bewegung zu setzen, damit das Leben (Tanken, Lebensmittel, Energie) leistbar wird, Arbeit und Wirtschaft entlastet werden, die Österreicher gegenüber Völkerwanderern nicht dauernd die Dummen sind, unser Steuergeld im eigenen Land bleibt, sinnlose Ausgaben gestrichen werden und wir bei Blödheiten der EU nicht dabei sind, schimpft er lieber auf die FPÖ und auf mich."

Kickl: "Er beleidigt Millionen"

Für den FPÖ-Chef ist klar: "Damit beleidigt er Millionen Österreicher, die ihre Hoffnung in uns Freiheitliche setzen."

Und Kickl legt noch nach – und stellt den Führungsanspruch im Land: "Das Gute an all dem ist: Wir sind nur noch eine Nationalratswahl davon entfernt, das Ruder in Richtung guter Jahre herumzureißen. Die Zukunft wird beweisen, wie richtig wir und wie falsch Stocker und seine Versager-Truppe liegen."

{title && {title} } red, {title && {title} } 04.04.2026, 05:15
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