Nach ihrem Vorstoß von einem freiwilligen Tempolimit von 100 km/h auf den heimischen Autobahnen ließ Energiestaatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) im "Heute"-Talk erneut aufhorchen.
Angesichts der aktuellen Krise appelliere sie für mehr Eigenverantwortung der Bürger. Ihr zufolge könne jeder selbst Maßnahmen zum Energiesparen treffen. So könnte jeder etwa bei den Heizkosten ansetzen.
Die diesbezügliche Rechnung von Zehetner: "Ein Grad weniger Raumtemperatur spart sechs Prozent Gas." Damit man dann zu Hause nicht frieren muss, sollte man "eine dünne Jacke anziehen" dafür aber "weniger heizen". Mit dieser Aussage sorgte sie für einiges an Aufregung.
So warf FPÖ-Klubobmannstellvertreterin Dagmar Belakowitsch der Staatssekretärin "Zynismus und Realitätsverlust" vor. Die Freiheitliche zog einen Vergleich mit der ehemaligen Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne), die der Bevölkerung empfohlen hatte, beim Kochen einen Deckel auf den Topf zu geben.
Laut Belakowitsch wolle die Regierung die Teuerungswelle "nun auf dem Rücken der eigenen Bevölkerung abladen". Des Weiteren befürchtet die Blaue einen "kommenden Energie-Lockdown".
Auch mit dem freiwilligen Tempolimit könne sich Belakowitsch nicht anfreunden. "Während die ÖVP-Ministerin im warmen Büro sitzt, sollen die Bürger in ihren Wohnungen frieren und am besten zu Fuß gehen", schimpfte die Freiheitliche.
Ebenfalls an der Spritpreisbremse der Bundesregierung ließ die Blaue kein gutes Haar. Sie sei nur "ein lächerliches Alibimanöver und ein Tropfen auf den heißen Stein". Für Belakowitsch würde die Dreierkoalition die Verantwortung auf die Bürger abschieben, anstatt "für echte Entlastung zu sorgen".