Am Donnerstag stellte sich Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) den Fragen mehrerer heimischer Medien. Auch "Heute" führte ein Interview mit dem Regierungschef. Thema waren auch die steigenden Spritpreise. Eine Aussage des Regierungschefs lässt nun die Wogen hochgehen: "6 Euro haben oder nicht haben – das ist nicht zum Lachen", konterte Stocker der Kritik, dass die Senkung zu minder ausgefallen sei.
Dann holte er zum Rundumschlag auf FPÖ-Chef Herbert Kickl aus. Laut Stocker verspreche der Freiheitliche Frontman "das Blaue vom Himmel" während seine Freunde – Trump und Putin – Österreich eine Energiekrise eingebrockt hätten.
Seitens der Freiheitlichen orte man hier "billigste Schuldzuweisungen". Laut FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker sei die Aussage Stockers als "armseliges Ablenkungsmanöver" zu werten.
Für die Blauen seien die Regierung und die EU schuld an der Energiekrise und der Teuerungswelle. "Es ist die verfehlte Sanktionspolitik, der grüne Öko-Kommunismus und die Zerstörung unserer eigenen, sicheren Energieversorgung, die uns in diese katastrophale Lage gebracht haben", betont Hafenecker.
Der Kanzler würde nun aus "purer Panik" von "Kickls Freunden" sprechen. Auch die Ansätze einer freiwilligen Temporeduktion und die Spritpreisbremse stoßen bei den Freiheitlichen auf Ablehnung. Letztere bezeichnet der Blaue als "Almosen", die das Volk nicht benötige.
Einmal mehr forderte Hafenecker eine "radikale Steuersenkungen auf Treibstoff, Energie und Grundnahrungsmittel" sowie einen sofortigen Stopp von Zahlungen ins Ausland. Ihm zufolge brauche es nun eine Regierung, die handelt.