Chance auf komplette Heilung

Kehlkopf weg! Doskozil erhielt nun eine Stimmprothese

Burgenland-Chef Hans Peter Doskozil wurde neuerlich operiert – ihm wurde dabei der Kehlkopf entfernt. Er hat nun die Chance auf vollständige Heilung.
Clemens Oistric
07.04.2026, 12:30
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Neue Hoffnung für Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil! Wie "Heute" am Dienstag erfuhr, musste der SPÖ-Grande vor Ostern zum bereits 11. Mal am HNO-Universitätsklinikum Leipzig operiert werden.

Auf Empfehlung seines behandelnden Arztes, Professor Andreas Dietz, wurde der 56-Jährige nun der Kehlkopf entfernt und durch eine Stimmprothese ersetzt. Diese Maßnahme war schon länger im Raum gestanden und ist durch die aktuelle Dynamik der chronischen Erkrankung des Landeshauptmannes notwendig geworden.

"Er wird besser sprechen können als zuvor"

Professor Dietz bewertet den Eingriff als entscheidenden Schritt: Er bedeute die Befreiung von einer langjährigen chronischen Erkrankung und eröffne die Aussicht auf eine vollständige Heilung. "Landeshauptmann Doskozil wird nach einer entsprechenden Regenerations- und Trainingsphase wieder gut und voraussichtlich sogar besser sprechen können als zuvor."

Der Eingriff war nach einer Routine-Kontrolle am Mittwoch der Karwoche kurzfristig notwendig geworden. Sein Ärzte-Team hatte festgestellt, dass es zu einer schneller als bislang fortschreitenden Verknöcherung an seinem Kehlkopf gekommen ist. Nach Rücksprache mit seiner Ehefrau und seinen Kindern hat sich Doskozil dann für die nachhaltigere Option der Kehlkopf-Entfernung entschieden.

„Der Landeshauptmann ist überaus dankbar für die große Solidarität, die ihm die Burgenländerinnen und Burgenländer entgegenbringen.“
Doskozils Büroüber Genesungswünsche

"Der chronische Charakter der Erkrankung und die mittlerweile zehn Eingriffe haben als Gesamtbild dazu geführt, dass die Funktion des Kehlkopfes nicht mehr aufrechtzuerhalten war. Gleichzeitig wurde das Atmen zunehmend erschwert, und das Risiko weiterer, sehr kurzfristiger Operationen blieb hoch", erklärt Prof. Dietz: "Im Zug der Operation wurden Atmung und Schluckfunktion vollständig rekonstruiert und erfolgreich eine Stimmprothese eingesetzt – ein kleines, hochentwickeltes Ventil zwischen Luft- und Speiseröhre, das mit entsprechender Übung eine stabile, gute Stimmbildung ermöglicht."

Keine Intensivstation, zehn Tage Klinik

Doskozil wird voraussichtlich noch rund zehn Tage in der Klinik bleiben, eine intensivmedizinische Betreuung war diesmal nicht nötig. Im Anschluss an seinen stationären Aufenthalt ist eine mehrwöchige Regenerationsphase vorgesehen. Während dieser Zeit wird er in seinen öffentlichen Ressortfunktionen von Landesrat Leo Schneemann vertreten, möchte jedoch laufend in enger Abstimmung mit seinem Regierungsteam bleiben und Regierungsakte auf elektronischem Weg selbst erledigen.

"Dem Landeshauptmann geht es den Umständen entsprechend gut, er kommuniziert mit seinem engsten Stab bereits wieder via Handy. Er ist überaus dankbar für die große Solidarität, die ihm die Burgenländerinnen und Burgenländer entgegenbringen. Das ist für ihn ein ungemein wichtiger Rückhalt. Wer ihn kennt, weiß, dass er gerade deshalb schon sehr auf sein Comeback brennt", heißt es aus Doskozils Büro gegenüber "Heute".

{title && {title} } coi, {title && {title} } Akt. 07.04.2026, 13:06, 07.04.2026, 12:30
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