Brisantes Psycho-Gutachten

Verdächtiger im Fall Jenni S.: "Hab Angst vor Frauen"

Laut Gutachten gilt der Mordverdächtige im Fall Jennifer S. als gefährlich. Bisher übernahm er keinerlei Verantwortung für sein Handeln, heißt es.
Christian Tomsits
14.07.2026, 05:00
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Er trägt ein Teufels-Tattoo auf der Brust und änderte seinen Namen nach dem "Zerstörer des Lebens" einer bekannten Trilogie. Im Dezember des vergangenen Jahres gestand Mairon K. (33) nach acht Jahren des Schweigens, am 22. Jänner 2018 seine damals 21-jährige Ex-Freundin Jennifer S. in Wien-Brigittenau erwürgt und anschließend in Niederösterreich verscharrt zu haben. Er habe sich durch die Trennung "erniedrigt gefühlt", erklärte er.

In seiner Einvernahme schockte der gelernte Landschaftsgärtner dann mit einem grausamen Geständnis. Er habe seine Ex "aus Angst" zu Tode gewürgt. "Ich habe generell Angst vor Frauen", behauptete er.  "Eine Stimme" habe ihm den Befehl zum Töten gegeben, die er "seit der Kindheit" höre. Nachdem sich Jennifer nicht mehr gerührt hatte, habe er sie in eine Kiste gepackt und in ein Waldstück gefahren.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Brisant: Noch während die Tote in der Kiste bei ihm im Gang lag, dürfte er sich laut "Heute"-Infos Instagram installiert und bereits mit anderen Frauen gechattet haben. Der angebliche "Unfall", der seiner Ex das Leben kostete, habe ihn völlig kalt gelassen. "Ich wollte mich ablenken", rechtfertigte er sich. Schließlich habe er die Leiche bei einer Böschung zerkleinern wollen, "doch mir graute vor dem Geräusch der Säge".

Das nun vorliegende Psycho-Gutachten bescheinigt dem dringend Mordverdächtigen eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen Zügen. Immer wieder kam es demnach in seinem Leben zu aggressiven Ausbrüchen, die durch eine ausgeprägte manipulative Täter-Opfer-Umkehr gerechtfertigt wurden. Bis heute übernehme er "keinerlei Verantwortung" für von ihm verursachtes Leid, von ihm gehe vielmehr "große Gefahr" aus.

Daher wurde der rotblonde Riese (er misst 1,98 Zentimeter Körpergröße) bereits in der U-Haft in ein forensisch-therapeutisches Zentrum eingeliefert. Dort soll er sich mit dem Lesen von schwülstigen Selbstfindungsbüchern aus der Gefängnisbibliothek beschäftigen. Star-Anwältin Astrid Wagner bereitet den 33-Jährigen derzeit auf den Geschworenenprozess am 27. August vor. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

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