Die Mieten in Österreich schießen weiter nach oben. Jetzt zeigt eine neue Analyse von Statistik Austria: Zu Jahresbeginn 2025 hat die durchschnittliche Miete pro Quadratmeter inklusive Betriebskosten erstmals seit Beginn der Erhebung im Jahr 1974 die 10-Euro-Marke erreicht.
Laut Thomas Burg, fachstatistischer Generaldirektor von Statistik Austria, hänge jedoch die tatsächliche Höhe stark vom Mietsegment, der Region, der Wohnungsgröße und der Mietdauer ab. Besonders bei kleineren Mietwohnungen würde man deutlich höhere Preise sehen.
Unterm Strich zahlte man heuer im 1. Quartal über alle Hauptmieten hinweg 663,8 Euro pro Wohnung bzw. 10,0 Euro pro Quadratmeter. Die Miete ohne Betriebskosten, also die Nettomiete, lag dabei bei 502,0 Euro pro Hauptmietwohnung bzw. 7,5 Euro pro Quadratmeter.
Die Betriebskosten schlugen mit durchschnittlich 165,2 Euro pro Wohnung bzw. 2,5 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Die Mietkosten beziehen sich hochgerechnet auf 1,8 Millionen Hauptmietwohnungen in Österreich.
Gut die Hälfte aller Hauptmietwohnungen, das sind 863.200, hat eine Wohnfläche von weniger als 65 Quadratmetern, neun Prozent bzw. 162.100 sind sogar kleiner als 40 Quadratmeter. Nur 8,7 Prozent bzw. 156.800 der Hauptmietwohnungen messen mehr als 100 Quadratmeter.
Die durchschnittliche Bruttomiete pro Quadratmeter sinkt laut der Erhebung mit der Wohnungsgröße. Am meisten zahlt man für kleine Mietwohnungen unter 40 Quadratmeter. Inklusive Betriebskosten werden hier 405,4 Euro bzw. 13,0 Euro pro Quadratmeter fällig.
Gleichzeitig sinkt mit steigender Wohnfläche die Miete. So bezahlt man für Wohnungen mit 40 bis unter 65 Quadratmeter 10,4 Euro brutto, ab 65 bis 100 Quadratmeter sind es 9,3 Euro je Quadratmeter. Für noch größere Wohnungen sinkt die Quadratmetermiete auf 8,9 Euro.
Was die Statistik noch zeigt: Im Jahresabstand ist die durchschnittliche Bruttomiete um 3,1 Prozent gestiegen. Seit Anfang 2022 waren es sogar 18 Prozent. Die Betriebskosten haben seit Anfang 2024 nur marginal zugelegt, verglichen mit 2022 waren es allerdings +13,6 Prozent.