Wirtschaftsbund: "Intrige"

"Kriminelle Machenschaften": Streit um Ruck eskaliert

Nach neuen, brisanten Enthüllungen um Walter Ruck ist die Empörung im ÖVP-Wirtschaftsbund groß. Jetzt drohen sogar rechtliche Schritte.
Heute Politik
29.07.2026, 11:17
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Kaum ein Tag ohne neue Wendung im Fall von Wirtschaftskammer-Wien-Chef Walter Ruck. Wie berichtet wird diesem vorgeworfen, in einer Männerrunde ÖVP-Parteifreunde angepatzt, über Industrievertreter abwertend gesprochen zu haben und sexistische Aussagen getätigt zu haben.

Tonband-Mitschnitt aufgetaucht

Belegen würde das ein Tonband-Mitschnitt, hieß es seit der Veröffentlichung des Gesprächsprotokolls. Dieses Tonband wurde am Mittwoch auszugsweise veröffentlicht.

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SPÖ-Wirtschaftsmann unter Verdacht

An die Öffentlichkeit gespielt haben soll es Marko Fischer. Er war einer der Teilnehmer der Männerrunde im Weinkeller von Ruck. Brisant: Er ist Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien (SWV) – und Rucks Stellvertreter in der Wirtschaftskammer.

„Marko Fischer hat mit seiner Intrige eine Grenze überschritten.“
Florian KollenzDirektor Wirtschaftsbund Wien

Für Fischer gilt die Unschuldsvermutung. Der ÖVP-Wirtschaftsbund (WB) tobt trotzdem. "Dass der intern schwer unter Druck stehende SWV-Präsident zu solchen Mitteln greift ist beispiellos. Marko Fischer hat mit seiner Intrige nun eine Grenze überschritten", sagt WB-Direktor Florian Kollenz.

Als Vertreter der Wirtschaftskammer Wien dem eigenen Haus einen Schaden zufügen zu wollen, disqualifiziert Fischer für jegliche Betätigung in der Zukunft. Mit so jemandem ist eine Zusammenarbeit und Austausch nicht mehr möglich. Jegliche Gesprächsbasis mit ihm ist zerstört, eine weitere Zusammenarbeit ausgeschlossen“, hält Kollenz fest.

"Kriminelle Machenschaften"

Und er droht offen mit rechtlichen Schritten: "Da nun offenbar Teile der Aufnahme an Medien weitergegeben wurden, sind wir im Strafrecht. Wir prüfen sämtliche juristischen Möglichkeiten, um diese kriminellen Machenschaften offenzulegen."

Unberührt davon sei die "hervorragende Zusammenarbeit" unserer Funktionäre in den Fachgruppen, Sparten und allen anderen Ebenen mit Kollegen des SWV. "Wir arbeiten zum Wohle des Wirtschaftsstandortes wie bisher mit allen Fraktionen in der Wirtschaftskammer zusammen, aber Marko Fischer als Person hat sich nun selbst aus dem Spiel genommen", betont der Wirtschaftsbund-Direktor erneut.

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