Nach dem ÖVP-Rauswurf von Walter Ruck nimmt die Causa weiter Fahrt auf. Hintergrund sind geleakte Gesprächsprotokolle, in denen er über Postenvergaben gesprochen haben soll. Zudem sorgen mutmaßlich abfällige Aussagen über Frauen, Industrievertreter und Parteifreunde für scharfe Kritik.
Die Volkspartei zog daraus Konsequenzen: Der Bundesparteivorstand beschloss am vergangenen Freitag (24. Juli) einstimmig, Ruck mit sofortiger Wirkung aus der Partei auszuschließen.
Am Mittwoch folgt der nächste Schlag gegen Ruck. Erstmals wurden die mutmaßlichen Tonbandaufnahmen abgespielt. Zudem wurde der mutmaßliche Mann hinter den Aufnahmen enthüllt.
Bei den Aufnahmen aus Rucks Weinkeller sollen vier Männer anwesend gewesen sein: Ruck selbst, einer seiner engsten Mitarbeiter in der Wirtschaftskammer, Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (Wien-Donaustadt) sowie Wirtschaftskammer-Vizepräsident Marko Fischer. Die Aufnahme soll laut "oe24" vom 20. November 2025 stammen.
Laut einem "Heute"-Informanten soll Vizepräsident Marko Fischer hinter den Tonbandaufnahmen stecken. Fischer selbst äußerte sich dazu vorerst nicht. Telefonisch war er nicht erreichbar. Laut Informationen aus seinem Büro befindet sich Fischer derzeit im Urlaub. Wann er zurückkehrt, sei nicht bekannt.
Grund für die Anschuldigung soll sein, dass Fischer als einziger der vier Anwesenden keine eidesstattliche Erklärung unterzeichnet habe, mit der eine Verantwortung für die Aufzeichnung zurückgewiesen wird. In einer Stellungnahme seines Anwalts heißt es, Fischer habe nie eine Einladung zu einem Notartermin erhalten.
Für Marko Fischer gilt die Unschuldsvermutung.