Parteiausschluss von Ruck

"Völlig inakzeptabel!" – Bauernbund legt nach

Auch der Bauernbund stellt sich hinter den Parteiausschluss von Ruck. Die VP-Teilorganisation spricht von einem richtigen und notwendigen Schritt.
Newsdesk Heute
27.07.2026, 08:57
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Nach dem Parteiausschluss von Walter Ruck hat sich nun auch der Bauernbund dazu geäußert. Sowohl Präsident Georg Strasser als auch Direktorin Corinna Weisl unterstützen die Entscheidung des Bundesparteivorstands ausdrücklich.

Ruck war nach der Veröffentlichung umstrittener Gesprächsprotokolle einstimmig aus der Volkspartei ausgeschlossen worden. Die ÖVP begründete den Schritt damit, dass die kolportierten Aussagen mit den Werten der Partei nicht vereinbar seien. Zudem habe Ruck trotz Aufforderung keine Bereitschaft gezeigt, an einer Aufarbeitung oder Klärung mitzuwirken.

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"Richtig und notwendiger Schritt"

Bauernbund-Präsident Georg Strasser bezeichnete den Parteiausschluss als "richtig und notwendig". Die bekannt gewordenen Aussagen und Vorgänge seien mit den Werten des Bauernbundes und dem Verständnis von verantwortungsvoller Politik nicht vereinbar. ÖVP-Obmann und Bundeskanzler Christian Stocker habe mit der Entscheidung eine klare Grenze gezogen und Verantwortung für die gesamte Partei übernommen. Der Bauernbund stehe geschlossen hinter diesem Schritt.

Auch Bauernbund-Direktorin Corinna Weisl begrüßte den Parteiausschluss. Die Walter Ruck zugeschriebenen Aussagen über Frauen seien "herabwürdigend und völlig inakzeptabel". Ein solches Frauenbild habe in der Volkspartei keinen Platz. Die ÖVP stehe für Respekt und Gleichberechtigung sowie dafür, dass Frauen auf allen Ebenen Verantwortung übernehmen können. Deshalb sei der Ausschluss Rucks die einzig richtige Konsequenz.

Ruck will im ÖVP-Wirtschaftsbund bleiben

Unmittelbare Auswirkungen auf Rucks Funktionen hat der Parteiausschluss allerdings nicht. Die Bundes-ÖVP kann ihn zwar aus der Partei ausschließen, nicht jedoch aus dem ÖVP-Wirtschaftsbund. Als außerordentliches Mitglied könnte Ruck daher weiterhin an der Spitze des Wiener Wirtschaftsbundes und der Wirtschaftskammer Wien bleiben. Ruck selbst hatte bereits angekündigt, auch im Fall eines Parteiausschlusses nicht von seinen Ämtern zurückzutreten.

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