In Österreich sind weiterhin mehr als 500.000 Menschen auf Pflegegeld angewiesen. Die Zahl der Bezieher ist im Juni im Vergleich zum Vorjahr erneut leicht gestiegen und liegt damit weiter über der Marke von einer halben Million.
Wie aktuelle Zahlen zeigen, erhielten im Juni insgesamt 508.897 Menschen Pflegegeld. Das sind 1,5 Prozent mehr als im selben Monat des Vorjahres, als 501.205 Personen anspruchsberechtigt waren. Auch gegenüber Mai gab es einen leichten Anstieg.
Erstmals wurde die Schwelle von 500.000 Pflegegeld-Beziehern im Mai des Vorjahres überschritten. Seither liegt die Zahl konstant über dieser Marke.
Knapp ein Drittel der Betroffenen (29,9 Prozent) bezieht Pflegegeld der Stufe eins. Es folgen Stufe zwei mit 20,5 Prozent und Stufe drei mit 18,5 Prozent. Auf Stufe vier entfallen 14,3 Prozent, auf Stufe fünf 11,1 Prozent.
In den höchsten Pflegestufen sechs und sieben befinden sich 4,2 beziehungsweise 1,6 Prozent der Anspruchsberechtigten. Die Einstufung richtet sich nach dem monatlichen Pflegebedarf in Stunden.
Unter den Pflegegeld-Beziehern sind weiterhin deutlich mehr Frauen als Männer. Im Juni erhielten 310.040 Frauen (61 Prozent) und 198.857 Männer (39 Prozent) die Leistung.
Mit Jahresbeginn wurde das Pflegegeld – wie seit 2020 – wieder anhand des Anpassungsfaktors erhöht. Für 2026 bedeutet das laut Sozialministerium eine Erhöhung um 2,7 Prozent.
Seither erhalten Bezieher der Stufe eins monatlich 206,20 Euro, in Stufe zwei 380,30 Euro und in Stufe drei 592,60 Euro. In den höheren Stufen beträgt das Pflegegeld 888,50 Euro (Stufe vier), 1.206,90 Euro (Stufe fünf), 1.685,40 Euro (Stufe sechs) beziehungsweise 2.214,80 Euro in der höchsten Stufe sieben.
Das Sozialministerium von Ressortchefin Korinna Schumann (SPÖ) betonte nach Veröffentlichung der Zahlen erneut, dass die jährliche Valorisierung des Pflegegeldes trotz der Sparmaßnahmen sichergestellt werden konnte.