Ruck-Rauswurf

"Einzig richtige Konsequenz!" – ÖVP-Frauen rechnen ab

Nach dem Parteiausschluss von Kammerchef Walter Ruck legen die ÖVP-Frauen nach. Sie bezeichnen den Rauswurf als die einzig richtige Konsequenz.
Newsdesk Heute
27.07.2026, 09:54
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Nach dem Parteiausschluss von Walter Ruck melden sich nun auch die ÖVP-Frauen zu Wort. Bundesleiterin Juliane Bogner-Strauß bezeichnet den Rauswurf als konsequente und notwendige Entscheidung.

Ruck war am Freitag vom Bundesparteivorstand einstimmig aus der Volkspartei ausgeschlossen worden. Als Begründung führte die ÖVP an, die in veröffentlichten Gesprächsprotokollen kolportierten Aussagen seien mit den Werten der Partei nicht vereinbar. Zudem habe Ruck trotz Aufforderung keine Bereitschaft gezeigt, an einer Aufarbeitung oder Klärung mitzuwirken.

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"Einzig richtige Konsequenz"

Bogner-Strauß betonte in einer Stellungnahme, die Volkspartei habe von Beginn an klargemacht, dass sie nicht wegsehe, wenn Frauen abgewertet würden. Mit dem Parteiausschluss seien den Worten nun Taten gefolgt.

Sie dankte Bundeskanzler und ÖVP-Obmann Christian Stocker für sein rasches und entschlossenes Handeln. Damit habe er gezeigt, dass die Werte der Volkspartei nicht verhandelbar seien.

"Kein bloßes Lippenbekenntnis"

Nach Ansicht der Bundesleiterin der ÖVP-Frauen habe Walter Ruck ausreichend Gelegenheit gehabt, sich klar von den kolportierten Aussagen zu distanzieren. Diese Chance habe er nicht genutzt und sich damit selbst außerhalb der Wertegemeinschaft der Partei gestellt.

Abschließend betonte sie, Respekt gegenüber Frauen dürfe kein bloßes Lippenbekenntnis sein, sondern müsse sich im täglichen Handeln zeigen. Genau das habe die Volkspartei mit dem Parteiausschluss unter Beweis gestellt.

Ämter vorerst nicht betroffen

Unmittelbare Auswirkungen auf Rucks Funktionen hat der Parteiausschluss vorerst allerdings nicht. Die Bundes-ÖVP kann ihn zwar aus der Partei ausschließen, nicht jedoch aus dem ÖVP-Wirtschaftsbund. Als außerordentliches Mitglied könnte Ruck daher weiterhin an der Spitze des Wiener Wirtschaftsbundes und der Wirtschaftskammer Wien bleiben.

Ruck selbst hatte den geplanten Parteiausschluss zuvor als überraschend bezeichnet. Zudem erklärte er erneut, die veröffentlichten Aussagen nicht bestätigen zu können. Bereits im Vorfeld hatte er angekündigt, auch im Falle eines Parteiausschlusses nicht von seinen Funktionen zurückzutreten.

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