Entscheidend sei, dass sich Österreich auf seine Stärken konzentriere, hier wieder zur Spitze aufschließe, betonte SP-Innovationsminister Peter Hanke vor Journalisten im Vorfeld der für Freitag angesetzten Präsentation der neuen Industriestrategie.
Als Beispiel nennt er die heimische Bahnindustrie, die beim Export weltweit auf Rang 7 liege: "Aber wir wollen mit dem Bahnland Österreich zurück auf Platz 4", so Hanke.
In intensiver Arbeit habe man in den vergangenen sechs Monaten in der Koalition eine Strategie gezimmert, die Österreichs Industrie zukunftsfit machen soll. Erstmals seien Schlüsseltechnologien klar definiert worden, in denen heimische Unternehmen weltweit vorne mitspielen und die es weiter zu stärken gelte. Darunter etwa die Chip- und Halbleiterbranche, aber auch in der Quantentechnologie spiele Österreich vorne mit.
"Wir investieren von heuer bis 2029 für die Förderung von Schlüsseltechnologien und Stärkefeldern 2,6 Milliarden Euro. Davon kommt knapp eine Milliarde aus meinem Ressort", kündigt Hanke an.
Ein besonderes Anliegen ist Hanke aber, dass es bei aller Ausrichtung auf technische Innovation "immer um die Menschen geht". "Für mich als Sozialdemokrat ist klar: Der Mensch steht im Fokus."
Besonderes Augenmerk sei auf deshalb auf Ausbildung und Qualifizierung zu legen. So investiere sein Ministerium fünf Millionen Euro zusätzlich in 300 neue ÖBB-Lehrstellen. Und bei den neun nun definierten Schlüsseltechnologien würden neue Lehrberufe geschaffen.
Wichtig ist dem Minister auch, dass die öffentliche Hand bei Beschaffungen auf heimische Produkte – Made in Austria oder Europa setzt. Er spricht von einem "vernünftigen Protektionismus, damit wir mithalten können". Es gehe "nicht immer nur um das Billigste", skizziert Hanke die Richtung, für die er sich auch auf EU-Ebene einsetzen will.