Während ein 49-jähriger Immobilienmakler aus Linz am 17. Jänner in seiner Wohnung gefoltert und getötet wurde, lief nur wenige hundert Meter entfernt ein großer Ball.
Im Palais Kaufmännischer Verein feierte die Gesellschaft beim CV-Ball - und genau das sorgt laut "Kronen Zeitung" nun für massive Schwierigkeiten bei der Aufklärung. Denn die Polizei wertet Handydaten aus, die sich in der Tatnacht in der Umgebung eingeloggt haben.
Auf den Listen der Ermittler finden sich dadurch nicht nur mögliche Verdächtige, sondern auch zahlreiche prominente Namen. Minister, Landeshauptleute, Banker und weitere Gäste waren mit ihren Geräten vor Ort registriert, berichtet die Tageszeitung.
Für die Kriminalisten bedeutet das vor allem eines: viel Arbeit. Sie versuchen nun, jene Telefonnummern herauszufiltern, die sich ungewöhnlich lange in der Funkzelle aufgehalten haben und somit mit der Tat in Verbindung stehen könnten.
Ob die Täter bewusst auf diesen Umstand gesetzt haben oder ob es sich um Zufall handelt, ist völlig offen. Klar ist nur: Die Datenmenge ist durch den Ball deutlich größer als üblich.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
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Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
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Polizei-Notruf: 133
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Erschwerend kommt hinzu, dass das Handy des Opfers verschwunden ist. Es wurde seit der Tat nicht mehr aktiviert und dürfte von den Tätern mitgenommen worden sein. Damit fehlt eine zentrale Spur.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der 49-Jährige über Messengerdienste sensible Kontakte gepflegt hat. Um an diese Informationen zu kommen, wurden Rechtshilfeersuchen an entsprechende Anbieter gestellt. Diese sitzen allerdings meist in den USA und gelten als äußerst zurückhaltend bei der Weitergabe von Daten.
Während im Ballsaal getanzt wurde, begann nur wenige Meter entfernt ein Verbrechen - dessen Aufklärung nun durch genau diese Nacht zusätzlich erschwert wird.