Das neue Jahr startet mit einer neuen Coronavariante, die derzeit rund um die Welt alle Aufmerksamkeit auf sich zieht: BA.3.2, auch bekannt als "Cicada". Obwohl die Omikron-Sublinie erstmals bereits im November 2024 auftauchte, wurde sie von der Weltgesundheitsorganisation WHO erst Anfang Dezember 2025 unter Beobachtung gestellt.
Der Grund: Nachdem "Cicada" davor immer wieder nur sporadisch aufgetaucht war, begann sie sich mit dem Winterbeginn doch auszubreiten. Sorgen bereiten den Experten dabei die über 50 Mutationen, die sie gegenüber der Omikron-Variante BA.3 hat. BA.3.2 weist damit den bisher größten antigenischen Sprung auf.
"Es handelt sich um eine Variante, die antigenisch komplett anders ist", erklärt Virologin Monika Redlberger-Fritz von der MedUni Wien im "Heute"-Gespräch. Besorgniserregend sei dabei, dass BA.3.2 "nicht von den aktuellen Impfstoffen abgedeckt wird". Deshalb werde die Omikron-Sublinie international derzeit sehr genau beobachtet - auch in Österreich.
„Es handelt sich um eine Variante, die antigenisch komplett anders ist.“
Grund zur Sorge sei das jedoch keiner: "Es tauchen immer wieder neue, andere Varianten auf, die Frage ist schlussendlich jedoch, ob sie überhaupt Potenzial haben, sich tatsächlich im großen Stil auszubreiten." In Österreich ist BA.3.2 aktuell jedenfalls noch nicht im Abwassermonitoring aufgetaucht. Im Sentinel-System der Virologie werde erst jetzt danach detektiert. Aktuell dominiert hierzulande jedenfalls weiterhin die Variante XFG "Stratus" mit dem Spitznamen "Frankenstein".
In Deutschland sorgt "Cicada" laut Robert Koch-Institut (RKI) hingegen bereits für meisten Corona-Fälle und dominierte Mitte Dezember mit 38 Prozent der nachgewiesenen SARS-CoV-2-Infektionen – eine Woche zuvor waren es noch 9 Prozent gewesen. Die bislang dominierende Variante Stratus (XFG) ging demnach von 60 auf 34 Prozent zurück.