Winterzeit ist Infektionszeit, das betrifft aktuell wieder sehr viele Menschen in Österreich, wie die Aufzeichnungen der Österreichischen Gesundheitskasse und des Diagnostischen Influenza Netzwerks Österreich (DINÖ) zeigen.
Demnach sorgen derzeit nicht nur grippale Infekte für viele Kranke, sondern vor allem die echte Grippe - und die Zahlen sollen nach dem Ende der Ferien noch weiter ansteigen. 60 Prozent der eingesendeten Proben seien derzeit auf die Influenza zurückzuführen. 10 Prozent gehen jedoch auch auf das Coronavirus zurück, bei dem aktuell noch XFG dominiert.
Seit Ende 2025 wird jedoch auch in Österreich die neue SARS-CoV-2-Variante BA.3.2 aufgetaucht. Den Spitznamen "Cicada" erhielt der Omikron-Abkömmling, weil seine Entstehung an die lange unterirdische Lebensphase einer Zikade erinnert.
Ganz genau stammt die neue Variante von einer der ersten Omikron-Linien BA.3 ab, die sich vor einigen Jahren unauffällig verhalten hat, nur wenige Infektionen verursacht hat und gleich wieder verschwunden ist. Ende November 2024 tauchte dann die aktuelle Version in Südafrika auf. Anfangs handelte es sich weltweit jedoch nur um wenige Fälle - BA.3.2 lauert sozusagen im Untergrund, um jetzt in vielen Ländern das Coronainfektionsgeschehen innerhalb kurzer Zeit zu dominieren.
Das Besorgniserregende bei dieser Variante: Sie weist mehr als 50 Mutationen im Spike-Protein im Vergleich zur ursprünglichen BA.3-Variante auf, was sie ansteckender und auch resistenter gegen bisher erhältliche Impfungen macht.
Immerhin konnten bei BA.3.2 bisher keine außergewöhnlichen Symptome festgestellt werden. Die Variante äußert sich, wie ihre Omikron-Vorgänger:
Eine COVID-19-Erkrankung dauert in der Regel ein bis zwei Wochen. Sie beginnt oft schnell mit Halskratzen, Husten oder Fieber, gefolgt von mehreren Tagen Erschöpfung. In der Regel sind Erkrankte nach sieben bis zehn Tagen wieder weitgehend beschwerdefrei, leichte Symptome wie Husten oder Müdigkeit können aber deutlich länger bestehen. Schwere Verläufe bleiben jedoch weiterhin möglich, vor allem bei älteren Menschen oder Vorerkrankten.