Urlaub wird strenger

Neue Kroatien-Gesetze treffen Urlauber aus Österreich

Kroatien verschärft Gesetze für Vermieter und Partyzonen – das soll Tourismus fairer und ruhiger machen. Es trifft aber auch Urlauber aus Österreich.
Newsdesk Heute
28.04.2026, 20:08
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Kroatien zieht die Reißleine und baut seinen Tourismus grundlegend um. Was nach Behörden-Thema klingt, werden auch alle Urlauber direkt merken – und zwar schon heuer im Sommer.

Ab 1. Juni 2026 gilt eine zentrale Neuerung: Jede Ferienunterkunft braucht eine offizielle Registrierungsnummer. Ohne diese darf kein Apartment mehr auf Plattformen wie Airbnb oder Booking angeboten werden. Reisenden bringt das zwar mehr Sicherheit bei der Buchung, gleichzeitig könnte die Auswahl aber deutlich schrumpfen. Viele private Anbieter, die bisher ohne Anmeldung vermietet haben, dürften vom Markt verschwinden.

Das könnte auch die Preise beeinflussen. Wenn weniger Unterkünfte verfügbar sind, ziehen die Kosten in beliebten Regionen an der Adria womöglich spürbar an. Experten gehen davon aus, dass kurzfristig günstige Angebote seltener werden.

Dazu kommen strengere Kontrollen. Nicht nur Behörden, auch lokale Ordnungskräfte und sogar Zollstellen dürfen künftig gegen illegale Vermietungen vorgehen. Für Urlauber heißt das: Beim Buchen genau hinschauen. Fehlt die Registrierungsnummer, könnte es im schlimmsten Fall Probleme vor Ort geben.

Fortgehen

Auch beim Feiern wird es ernster. Kroatien sagt dem exzessiven Partytourismus den Kampf an. In Partyzonen könnten künftig zeitliche Beschränkungen für Alkoholausschank gelten. Gemeinden bekommen mehr Spielraum, um gegen Lärm und Auswüchse vorzugehen. Lange Nächte mit offenen Bars bis in die Früh sind damit nicht mehr überall selbstverständlich.

Besonders streng wird es beim Jugendschutz. Energydrinks sollen künftig erst ab 18 Jahren verkauft werden – ähnlich wie Alkohol. Gastronomiebetriebe müssen deutlich darauf hinweisen, sonst drohen hohe Geldstrafen. Für junge Urlauber bedeutet das neue Einschränkungen, die man so aus vielen anderen Ländern nicht kennt.

Hinter all dem steckt ein klarer Plan: Kroatien will weg vom Massentourismus und hin zu mehr Qualität. Weniger wilde Partys, dafür ruhigere Orte, bessere Standards und mehr Kontrolle. Auch Hotels und Pensionen müssen sich auf strengere Vorgaben und regelmäßige Überprüfungen einstellen.

Für Österreicher heißt das unterm Strich: Dein Kroatien-Urlaub wird strukturierter, sicherer – aber auch teurer und weniger spontan. Wer früh bucht und auf offizielle Angebote setzt, ist klar im Vorteil. Sonne und Meer bleiben gleich, doch rundherum wird Kroatien deutlich strenger.

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