Was viele Eltern und vor allem auch betroffene Kids schon immer wissen wollten: Wie viel Taschengeld ist eigentlich üblich? Und was bekommen andere Sprösslinge ausbezahlt? Die entsprechende Antwort darauf liefert jetzt eine umfangreiche Taschengeldstudie des Vergleichs- und Wechselportals Durchblicker, für die 1.300 Eltern befragt wurden.
Fazit: Österreichs Kinder erhalten heuer im Schnitt über alle Altersgruppen hinweg 46 Euro Taschengeld pro Monat. Das sind rund 5 Euro bzw. 12 Prozent mehr als noch 2023.
Allerdings bekommt längst nicht jedes Kind Taschengeld. Laut Studie sind es insgesamt 59 Prozent. Bei Kindern ab 10 Jahren steigt dieser Anteil auf 84 Prozent.
Wie viel Geld im Börsel landet, hängt dabei stark vom Alter ab. Kinder bis 9 Jahre erhalten demnach durchschnittlich 27 Euro monatlich, bei den 10- bis 13-Jährigen sind es bereits 38 Euro. Jugendliche zwischen 14 und 17 dürfen sich über im Schnitt 75 Euro pro Monat freuen. Damit bekommen ältere Jugendliche fast dreimal so viel Taschengeld wie die Jüngsten.
Auch beim Taschengeld hält die Digitalisierung Einzug, wie die Durchblicker-Untersuchung zeigt. "Bei fast jedem zweiten Kind wird zumindest ein Teil des Taschengeldes überwiesen, vor drei Jahren war das erst bei etwas mehr als einem Drittel der Fall", erklärt Manuel Wukovits, Bankexperte bei Durchblicker.
Besonders bei Jugendlichen gehört bargeldloses Bezahlen längst zum Alltag. Mehr als 60 Prozent der Kinder ab 10 Jahren nutzen bereits aktiv die Kartenzahlung. Bei Jugendlichen ab 14 Jahren sind es sogar drei Viertel. 20 Prozent in dieser Altersgruppe bezahlen außerdem bereits mit dem Handy oder der Smartwatch.
Die Vorteile liegen laut Durchblicker unter anderem in der Verfügbarkeit des Geldes und dem besseren Überblick über die Zahlungen.
Bei den Jüngeren bleibt Bargeld allerdings beliebt: Drei Viertel der Kinder unter 10 Jahren, die Taschengeld bekommen, erhalten es weiterhin in bar.
Geschenkt gibt es das Geld allerdings nicht immer. Bei 37 Prozent der Eltern ist das Taschengeld an bestimmte Bedingungen geknüpft. Dazu zählen etwa die Mithilfe im Haushalt, das Aufräumen des Zimmers, gute Schulnoten oder die Einhaltung bestimmter Regeln.
Doch wofür geben Kinder ihr Taschengeld eigentlich aus? Laut Durchblicker-Studie stehen Spiele und Bücher ganz oben auf der Einkaufsliste. 53 Prozent der befragten Eltern, deren Kinder Taschengeld bekommen, geben an, dass ihr Nachwuchs dafür Geld ausgibt.
Auf Platz 2 folgt die Verpflegung in der Schule mit 47 Prozent. Auch Freizeitaktivitäten wie Kino, Freizeitparks oder Ausgehen sind mit 44 Prozent beliebt.
Für Kleidung und Schuhe wird bei 29 Prozent der Kinder Taschengeld ausgegeben, für elektronische Geräte bei 24 Prozent. Fast jedes vierte Kind (23 Prozent) verwendet sein Geld außerdem für virtuelle Käufe wie Apps, Computerspiele oder Käufe innerhalb von Spielen. Sportaktivitäten kommen auf 11 Prozent, Handyverträge und Wertkarten auf lediglich 4 Prozent. Bei der Befragung waren Mehrfachnennungen möglich.
Immerhin: Nicht alles wird sofort ausgegeben. Laut Studie geben 82 Prozent der Eltern an, dass ihre Kinder zumindest einen Teil ihres Taschengeldes sparen. Besonders beliebt ist nach wie vor das klassische Sparschwein (61 Prozent). Dahinter folgen Sparbücher (40 Prozent), Jugend- und Taschengeldkonten (34 Prozent) sowie Bausparverträge (17 Prozent).
Wer sein Geld am Konto verwaltet, sollte sich zuvor informieren. Bei Schüler-, Jugend- oder Taschengeldkonten entfallen zwar in der Regel die Kontoführungsgebühren, es gibt kostenlose Debitkarten und Startgutscheine im Wert von bis zu 40 Euro. Bei 2 von 6 Konten im Durchblicker-Check kann allerdings überzogen werden, mit heftigen Überziehungszinsen von 9,5 bzw. 10. Hier sei laut Wukovits also Vorsicht geboten.