Der Wunsch einer Wienerin nach einem modernen Tabak-Heizsystem ging in Rauch auf. Der Kauf der neuen Philipp Morris-IQOS-Tschick scheiterte allein an einer ehrlichen Antwort: Denn weil kaufbereite Kundin Nichtraucherin ist, wurde sie im Geschäft nicht bedient.
"Mir wurde gesagt, dass ich das Produkt so nicht bekomme", schildert sie gegenüber "Heute". Dabei hatte sich die Frau bewusst nach dem Produkt, das offen beworben und sichtbar präsentiert wird, erkundigt. Doch statt einer Preisauskunft und weiteren Details folgte zuerst eine persönliche Abfrage: Die Verkäuferin wollte wissen, ob die Kundin rauche, Zigaretten konsumiere oder nikotinabhängig sei. Als die Wienerin ehrlich antwortete, erklärte die Verkäuferin: "Dann ist leider kein Verkauf möglich!"
Um zu prüfen, ob es sich um einen Einzelfall handelt, testete "Heute" die Situation im Geschäft aus. Das Ergebnis: Die gezielte Abfrage ist kein Zufall, sondern Teil des Verkaufsprozesses. Kunden wird erklärt, dass IQOS ausschließlich für erwachsene Raucher gedacht sei. So wolle man verhindern, dass Nichtraucher durch das süchtigmachende Produkt erstmals mit Nikotin in Kontakt kommen. Deshalb werde vor dem Verkauf abgeklärt, ob jemand tatsächlich raucht – wer das verneint, erhält das Produkt nicht.
Übrigens: Selbst als Geschenk ist der Kauf des Tabakprodukts vom Hersteller eingeschränkt. Wer IQOS-Sticks für jemand anderen erwerben will, muss im Shop eine Erklärung abgeben, dass das Produkt für einen Raucher bestimmt ist. Punkte oder Vorteile aus dem Kundensystem gibt es in diesem Fall nicht.
Ähnliche Hürden gelten auch online. Dort müssen Kunden vor dem Kauf ebenfalls Fragen beantworten und die Volljährigkeit nachweisen – etwa durch das Hochladen eines Ausweises. Ob die "Heute"-Leserin beim nächsten Einkaufsversuch wieder so ehrlich sein wird?