Sommergespräch mit Neos-Chefin

Nur 452.000 bei Meinl – Nächster Quotenflop für ORF

Die Sommergespräche sind heuer keine Quotenbringer. Nach Leonore Gewessler vorige Woche scheiterte auch Beate Meinl-Reisinger an der 500.000er-Hürde.
Heute Politik
19.08.2025, 11:29
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Die neue Grünen-Chefin Leonore Gewessler hatte in der vergangenen Woche bei ihrem Sommergespräch-Debüt die Latte nicht allzu hoch gelegt. Im Schnitt wollten sie nur 436.000 Zuseher sehen. Der Spitzenwert lag bei 464.000 Euro. Damit war dieser Talk quotenmäßig der zweitschlechteste seit dem Jahr 2020.

Themenlage nicht genutzt

Doch trotz interessanter Themenlage schaffte es Neos-Chefin und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger fast noch, unter dieser Latte durchzuschlüpfen. Denn obwohl die Themenlage einiges an Spannung versprach – Stichworte Ukraine, Israel, Skandal um den Sado-Maso-Botschafter im Außenministerium, Neos-Regierungsbeteiligung – schalteten nur durchschnittlich 452.000 Zuseher ein. Auch der Spitzenwert lag mit 476.000 nur um 12.000 Zuseher höher als bei der Grünen-Chefin.

Themen liegengelassen

Was bei den Themen auffiel: ORF-Innenpolitikchef Klaus Webhofer ließ thematisch einiges liegen. So kam er auf den Skandal-Diplomaten erst gegen Schluss und nur sehr oberflächlich zu sprechen. Meinl-Reisinger versprach Aufklärung, Hintergründe blieben unbeleuchtet. Den umstrittenen Neos-Staatssekretär Sepp Schellhorn sprach Webhofer gar nicht an, den Israel-Palästinenser-Konflikt nur ganz am Ende der Sendung.

300.000 schalteten vor Meinl-Reisinger ab

Bitter für die Neos-Chefin: Vor den Sommergesprächen liefen wie jeden Montag im Sommer die "Liebesg'schichten und Heiratssachen". Die kamen mit durchschnittlich 760.000 Zusehern auf mehr als 300.000 mehr als der darauffolgende Talk mit der Außenministerin. In der Sehergruppe 12+ wurde mit 29 Prozent Marktanteil sogar ein Staffelrekord erzielt. Beste Voraussetzungen also für Meinl-Reisinger, die sie nicht nutzen konnte.

Regierungsbeteiligung brachte keinen Quoten-Boost – im Gegenteil

Interessant: Trotz ihrer Premiere als Ministerin lag die Quote damit am Ende der Skala ihrer bisherigen Sommergespräche als Neos-Obfrau. Zum Vergleich: Im Vorjahr verfolgten 554.000 Österreicher ihre Aussagen als Oppositionschefin. Das waren also mehr als 100.000 Zuseher mehr als heuer.

Meinl-Reisinger schaffte sogar schon mehr als 600.000 Zuseher

2023 blieb Meinl-Reisinger ebenfalls unter der 500.000er-Hürde, allerdings äußerst knapp mit 496.000 Sehern. 2022 schaffte sie 615.000 Zuseher, 2021 waren es 610.000 und 2020 sogar 652.000.

SPÖ-Chef Babler als nächster Gast

In der kommenden Woche ist dann SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler zu Gast Webhofer. Er verteidigt eine Quote von 789.000 Zusehern aus dem Vorjahr. Allerdings dürften ihm die Flops der beiden bisherigen Gespräche 2025 doch leichte Kopfschmerzen bereiten …

{title && {title} } pol, {title && {title} } Akt. 19.08.2025, 11:36, 19.08.2025, 11:29
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