Aktueller Eurostat-Check

Österreich im Job-Tief: Kein EU-Land verliert stärker

In keinem EU-Land entwickelt sich der Arbeitsmarkt schlechter! Laut EU-Statistikbehörde ist Österreich jetzt auch bei der Beschäftigung Schlusslicht.
Team Wirtschaft
14.09.2026, 07:35
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Die Alpenrepublik schlittert tiefer in den wirtschaftlichen Negativstrudel. Bereits bei der Entwicklung der Wirtschaftsleistung belegte die Alpenrepublik zuletzt den letzten Rang: Während die Wirtschaft in der EU im zweiten Quartal 2026 um 0,7 Prozent zulegte, schrumpfte Österreichs BIP um 0,1 Prozent – das einzige Minus innerhalb der EU.

Nun folgt die nächste schlechte Nachricht – dieses Mal vom Arbeitsmarkt. Auch bei der Entwicklung der Erwerbstätigenquote landet Österreich laut einer aktuellen Auswertung der Statistikbehörde Eurostat auf dem letzten Platz in der EU.

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Stärkster Rückgang bei der Beschäftigung

Laut Eurostat sank demnach die Beschäftigungsquote unter der 20- bis 64-Jährigen in Österreich von 78,0 Prozent im ersten Quartal auf 77,6 Prozent im zweiten Quartal. Das entspricht einem Rückgang von 0,4 Prozentpunkten – der schlechteste Wert in Europa.

Ebenfalls weniger gut lief es für Schweden und Litauen mit Abschlägen von je 0,3 Prozentpunkten. In Rumänien, Frankreich und Finnland fiel der Wert um je 0,2 Prozentpunkte. Moderate Verluste von jeweils 0,1 Prozentpunkten gab es in Luxemburg, Bulgarien und den Niederlanden. Insgesamt verloren neun Staaten an Boden, während vier Länder – die Slowakei, Polen, Zypern und Belgien – auf dem Niveau des Vorquartals verharrten.

Im europäischen Gesamtschnitt zeigte der Trend hingegen nach oben: Die Beschäftigungsquote der 27 EU-Länder kletterte unterm Strich von 76,3 auf 76,4 Prozent – also um 0,1 Prozentpunkte. In 14 EU-Staaten legte der Arbeitsmarkt sogar zu.

Portugal und Malta legten am stärksten zu

An der Spitze dieses Aufschwungs stehen Portugal und Malta mit einem Plus von je 0,6 Prozentpunkten, gefolgt von Griechenland mit einem Zuwachs von 0,5 Prozentpunkten sowie Lettland und Slowenien mit je 0,4 Prozentpunkten.

Dahinter schaffte Irland ein Plus von 0,3 Prozentpunkten. Gewinne von jeweils 0,2 Prozentpunkten sicherten sich Estland, Spanien, Kroatien und Italien, während Ungarn, Tschechien, Dänemark und Deutschland jeweils um 0,1 Prozentpunkte zulegten.

Bei Erwerbstätigkeit im EU-Mittelfeld

Blickt man auf das absolute Niveau der Erwerbstätigkeit im zweiten Quartal 2026, reicht es für Österreich trotz des jüngsten Einbruchs noch für das Mittelfeld: Bei uns gingen zuletzt immerhin 77,6 Prozent der 20- bis 64-Jährigen einer Arbeit nach – Platz 17 von 27.

Die unangefochtene Spitze in Europa hält Malta mit einer Quote von 84,0 Prozent. Direkt dahinter folgen die Niederlande mit 83,2 Prozent, Tschechien mit 83,1 Prozent und Zypern mit 82,3 Prozent. Schweden und Estland liegen mit jeweils 81,9 Prozent gleichauf, dicht gefolgt von Deutschland (81,5 Prozent), Ungarn (81,1 Prozent) und Portugal (80,7 Prozent).

Die schwächsten Beschäftigungsquoten der gesamten Union verzeichnen hingegen Italien mit 68,2 Prozent, Rumänien mit 68,4 Prozent, Griechenland mit 72,2 Prozent sowie Luxemburg (72,8 Prozent), Belgien (72,9 Prozent) und Spanien (73,0 Prozent).

tmw,14.09.2026, 07:35
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