Unter 10 Cent pro Kilowatt

"Österreich-Tarif" – Kanzler kündigt billigen Strom an

Der Verbund bringt ab März 2026 einen neuen Stromtarif. Für unter 10 Cent pro Kilowattstunde sollen Kunden jetzt kräftig sparen.
Heute Politik
12.01.2026, 13:44
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Der Strom in Österreich soll günstiger werden: Der Verbund bringt einen neuen Tarif, bei dem Kunden künftig unter zehn Cent pro Kilowattstunde (kWh) zahlen. Das kündigte Verbund CEO Michael Strugl am Montag an.

Die knapp zehn Cent/kWh bedeuten eine Preissenkung um rund ein Drittel. Hinzu kommen dann noch Steuern und die je nach Bundesland unterschiedlichen Netzgebühren. Mit dem neuen Österreich-Tarif spart ein Durchschnittshaushalt (3.500 kWh Jahresverbrauch) beim Strom laut Strugl gut 200 Euro jährlich.

Stärkt Wettbewerb

Der neue Verbund-Tarif ab März 2026 für alle Neu- und Bestandskunden sorge nicht nur für ein günstiges Strompreisangebot, er stärke vor allem auch den Wettbewerb und sorgt damit wiederum für günstigere Preise. Die Stärkung des Wettbewerbs sei ein zentrales Anliegen der jüngsten Strommarktreform der Regierung. Das zeige sich beispielsweise durch die Strom-Preis-Runter Garantie oder transparentere Rechnung, so das Bundeskanzleramt in einer Aussendung.

Kanzler: "Weiterer großer Schritt"

"Wir sehen, dass günstige Energiepreise eine der entscheidenden Zukunftsfragen für unseren Standort, ein leistbares Leben und den Wohlstand in unserem Land sind. Sie entscheiden darüber, wie wettbewerbsfähig unsere Betriebe sind, wie stark unser Standort bleibt und wie spürbar Entlastungen im Alltag der Menschen ankommen. Deshalb haben wir als Bundesregierung konsequent und Schritt für Schritt gehandelt – mit der Senkung der Elektrizitätsabgabe, der Dämpfung der Netzkosten, der Reform des Strommarktes und klaren Garantien für faire Preise", betonte dabei Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP).

Appell an andere Energieversorger

"Der Österreich-Tarif des Verbund ist auf diesem Weg ein weiterer großer Schritt: Er sorgt für deutlich niedrigere Energiepreise und stärkt zugleich den Wettbewerb am Strommarkt. Genau diesen Anspruch haben wir auch an alle anderen Energieversorger mit öffentlicher Beteiligung. Denn Wettbewerb ist der zentrale Schlüssel für dauerhaft günstigere Preise", so der Regierungschef weiter.

"Als Bundesregierung sind günstigere Strompreise und eine Entlastung der Österreicher/innen unser oberstes Ziel. Dabei müssen auch die Energieversorger Verantwortung übernehmen und für günstige Preise und neuen Wettbewerb sorgen. Mit dem Ö-Tarif tut der Verbund als österreichisches Staatsunternehmen genau das – jetzt sind auch andere Energieversorger gefordert, es dem Verbund gleichzutun. Nach dem Rot-Weiß-Roten Energieentlastungspaket und der Reform des Strommarktes ist der Ö-Tarif der nächste große Punkt zur Senkung der Strompreise. Gleichzeitig unterstreichen wir einmal mehr die strategisch bedeutsame Rolle der Staatsbeteiligungen für den Standort und den Wohlstand Österreichs", hält auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer fest.

Bisherige Maßnahmen der Bundesregierung zur Senkung der Stromkosten

  • Senkung der Elektrizitätsabgabe
  • Senkung des Ökostrombetrags
  • Netzkostenbremse durch Auflösung von Regulierungskonten
  • Reform des Strommarktes durch Billig-Strom-Gesetz (u. a. Niedrig-Preis-Garantie, Sozialtarif, dynamische Tarife)

Tarifwechseln besonders wichtig

Vor dem Hintergrund der sehr geringen Wechselbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher ist das besonders wichtig (50 Prozent der Kunden haben noch nie gewechselt, die Wechselrate liegt für Strom bei 4,5 Prozent; vgl. Italien 18 Prozent). Ein Tarifvergleich ist einfach, das Einsparungspotenzial oft erheblich, und mehr Wechsel stärkt den Wettbewerb und senkt dauerhaft die Preise.

{title && {title} } pol, {title && {title} } Akt. 12.01.2026, 19:51, 12.01.2026, 13:44
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