Slavkov-3

Österreich übernimmt Vorsitz in Europa-Bündnis

Österreich übernimmt ab 1. Juli den Vorsitz im Slavkov-3-Format. Im Fokus stehen Energieversorgung und die EU-Erweiterung am Westbalkan.
Newsdesk Heute
30.06.2026, 17:53
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Österreich übernimmt mit 1. Juli den Vorsitz im sogenannten Slavkov-3/Austerlitz-Format (S3). Im Mittelpunkt stehen dabei die Energieversorgung, der Ausbau der Infrastruktur und die EU-Erweiterung am Westbalkan.

Mit der Übernahme des Vorsitzes koordiniert Österreich für ein Jahr die Zusammenarbeit mit Tschechien und der Slowakei. Das S3-Format dient dazu, gemeinsame Positionen und Initiativen in EU-Fragen abzustimmen.

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Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) betonte die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit: "Gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheit, braucht Österreich starke regionale Zusammenarbeit, die konkrete Lösungen liefert: für mehr Sicherheit, eine widerstandsfähige Energieversorgung und die erfolgreiche EU-Integration unserer Nachbarschaft. Die Erweiterung bleibt dabei eines unserer wichtigsten strategischen Instrumente. Mit unserem Vorsitz im S3-Format wollen wir gemeinsam starke Impulse für ein geeintes, sicheres und wettbewerbsfähiges Europa setzen."

Fokus auf Energie und Westbalkan

Ein Schwerpunkt des österreichischen Vorsitzes ist die engere Zusammenarbeit im Energiebereich. Österreich, Tschechien und die Slowakei wollen Möglichkeiten einer stärkeren Kooperation bei der Netzplanung und Energieerzeugung ausloten. Dazu zählt auch der Ausbau der Geothermie.

Zudem setzt sich Österreich für eine stärkere Einbindung der EU-Beitrittskandidaten am Westbalkan ein. Diese sollen nach österreichischen Vorstellungen bereits vor einem Beitritt Zugang zu ausgewählten Bereichen des EU-Binnenmarkts erhalten, sofern sie die dafür notwendigen Voraussetzungen erfüllen.

Österreich hatte dazu gemeinsam mit Tschechien, der Slowakei, Italien und Slowenien ein gemeinsames Papier vorgelegt, das innerhalb der EU laut Außenministerium zunehmend Unterstützung findet.

Vorsitz bis 2027

Das Slavkov-3-Format wurde 2015 von Österreich, Tschechien und der Slowakei gegründet. Ziel ist die Abstimmung gemeinsamer Positionen in europäischen Angelegenheiten und die Vertiefung der regionalen Zusammenarbeit. Österreich hat den Vorsitz des Formats bis Juli 2027 inne.

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