Die Österreicher essen so viele Eier wie nie zuvor: Im Jahr 2025 kletterte der Konsum auf den Rekordwert von 246 Stück pro Kopf. Auch im Lebensmitteleinzelhandel zog die Nachfrage kräftig an – seit 2015 liegt das Plus bei 25 Prozent. Laut der RollAMA-Motivanalyse 2025 ist für 82 Prozent der Konsumenten die regionale Herkunft beim Kauf entscheidend. Knapp mehr als die Hälfte der im Supermarkt verkauften Eier entfiel dabei auf Bio- und Freilandhaltung.
Um mit dem steigenden Verbrauch Schritt zu halten, rüstet die Geflügelwirtschaft auf. Bis Ende 2027 entstehen Investitionen in rund 500.000 neue Stallplätze für zusätzliche Legehennen. Ausgebaut wird in allen Haltungsformen, der Schwerpunkt liegt jedoch auf Freiland- und Biobetrieben.
Nachdem es zu Ostern europaweit zu Engpässen gekommen war, hat sich die Lage wieder beruhigt. "Die Versorgung ist für das laufende Jahr gesichert – auch mit Blick auf die bevorstehende Backsaison rund um Weihnachten", erklärt Martin Greßl, Leiter der Qualitätsstrategie der AMA-Marketing.
Hinter dem Konsum steht auch ein handfester Wirtschaftsfaktor: Die Branche sichert 12.800 Arbeitsplätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Laut einer Erhebung des Industriewissenschaftlichen Instituts (IWI) vom Dezember 2025 erwirtschaftet die heimische Legehennenhaltung eine Bruttowertschöpfung von rund einer Milliarde Euro.