Die laufenden Gesundheitsausgaben in Österreich lagen 2025 laut erster Schätzung von Statistik Austria bei 61,3 Milliarden Euro. Damit machten sie 11,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus.
Im Vergleich zu 2024 stiegen die Ausgaben für Gesundheitsleistungen und Gesundheitsgüter nominell um 3,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 6,1 Prozent. Gegenüber 2015 knallten die Kosten sogar um 70,5 Prozent bzw. +25,4 Milliarden Euro in die Höhe.
"Die Ausgaben im österreichischen Gesundheitswesen haben im Jahr 2025 erstmals die 60-Milliarden-Marke überschritten", sagt Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria. Mit 61,3 Milliarden Euro sei von öffentlicher und privater Seite um 3,5 Milliarden Euro mehr ausgegeben worden als 2024.
Das Wachstum sei mit 6,1 Prozent aber deutlich moderater ausgefallen als im Jahr davor, als das Plus noch 8,3 Prozent betragen hatte. Auch der Anteil der Gesundheitsausgaben an der Wirtschaftsleistung nahm zu – von 11,7 Prozent im Jahr 2024 auf 11,9 Prozent im Jahr 2025. "Denn die Gesundheitsausgaben sind stärker gewachsen als das nominelle BIP", so Lenk.
Konkret kamen 2025 Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungsträger für 46,4 Milliarden Euro der laufenden Gesundheitsausgaben auf. Zuwächse gab es in allen Bereichen des Gesundheitswesens, unter anderem bei Krankenanstalten, in der Langzeitpflege und bei medizinischen Gütern.
Insgesamt stiegen die öffentlichen Ausgaben um 5,9 Prozent gegenüber 2024. Das Plus fiel damit niedriger aus als im Vorjahr, als es 7,7 Prozent betrug. Auch im Vergleich zum durchschnittlichen jährlichen Anstieg zwischen 2018 und 2024 von 6,6 Prozent war der Zuwachs geringer. Der Anteil der öffentlichen Hand an den laufenden Gesundheitsausgaben lag 2025 bei 75,6 Prozent.
Auch privat wurde mehr ausgegeben. Die Gesundheitsausgaben von privaten Haushalten, freiwilligen Krankenversicherungen, privaten Organisationen ohne Erwerbszweck und Unternehmen beliefen sich 2025 auf insgesamt 15,0 Milliarden Euro.
Das entspricht 24,4 Prozent der laufenden Gesundheitsausgaben. Im Vergleich zu 2024 stiegen die privaten Ausgaben um 6,5 Prozent. Damit lag der Zuwachs über dem durchschnittlichen jährlichen Plus zwischen 2018 und 2024 von 5,0 Prozent.