Vier Weltcupsiege auf der Skipiste und Kultstatus im ORF als Gesicht der "Millionenshow" – Armin Assinger kennt man eigentlich aus ganz anderen Bereichen. Am Mittwochabend gab der 62-jährige Kärntner bei "Sky Sport Austria" allerdings seine Fußball-Expertise zum Besten.
Beim Champions-League-Kracher zwischen Manchester City und Paris Saint-Germain (2:4) hatte es ihm vor allem ein Spieler angetan: City-Torjäger Erling Haaland.
Dabei hatte Haaland zunächst mehrere gute Möglichkeiten ausgelassen, ehe er doch noch zweimal zuschlug. Genau diese Fähigkeit, nach vergebenen Chancen ohne zu zögern weiterzumachen, faszinierte Assinger.
"Was mir da immer auffällt, wie kaltblütig dieser Mensch ist. Da gibt es kein Nachdenken, kein Fackeln. Dort steht die Kiste, dort muss der Ball hin. Wuchtel her und Richtung Tor", schwärmte der ehemalige Skirennläufer.
Auch Herzog konnte seinem Expertenkollegen nur zustimmen. Der ehemalige ÖFB-Teamspieler hob vor allem die mentale Stärke des Norwegers hervor. "Er vergibt Chancen. Aber er pfeift sich nichts und haut dann die Nächste wieder rein. Und das ist schon eine mentale Stärke", erklärte Herzog.
Bereits vor der Partie hatte Assinger mit seiner ungewöhnlichen Rolle im Fußballstudio für Unterhaltung gesorgt. Neben Moderator Martin Konrad, Analytiker Marko Stankovic und Herzog nahm der vierfache Ski-Weltcupsieger die Spiele der Königsklasse unter die Lupe.
"Ich bin einer von achteinhalb Millionen Trainern. Und sozusagen die Stimme des Volkes", beschrieb Assinger seinen Auftritt mit einem Augenzwinkern. Dass sich der "Millionenshow"-Moderator auch für Fußball begeistert, ist kein Geheimnis. Schon während seiner aktiven Ski-Karriere wurde regelmäßig gekickt.
"Fußball war damals schon beim Skifahren eine unserer großen Leidenschaften. Wir haben immer am Nachmittag gekickt", erzählte der Kärntner.
Besonders in Erinnerung blieb ihm dabei ein schmerzhaftes Erlebnis mit Ski-Legende Karl Schranz. "Einmal in Gröden ist mir der Karl Schranz über das Schienbein gefahren, dass ich am nächsten Tag fast nicht in den Skischuh gekommen bin", erinnerte sich Assinger.