Am Dienstag (3. November) stehen in den USA die wichtigen Zwischenwahlen an. Dabei geht es für die Republikaner von Präsident Donald Trump um ihre knappen Mehrheiten im Kongress.
Nun hat sich auch Papst Leo XIV. an der Wahl beteiligt. Wie das Presseamt des Heiligen Stuhls mitteilte, machte das Kirchenoberhaupt von seinem Wahlrecht Gebrauch und schickte seinen Stimmzettel per Post nach Chicago.
Der 71-Jährige ist gebürtiger US-Amerikaner und besitzt weiterhin die amerikanische Staatsbürgerschaft. Nach Angaben des Vatikans hat Leo bereits in der Vergangenheit regelmäßig gewählt, wann immer er dazu die Möglichkeit hatte. Das galt demnach auch während seiner Zeit in Peru.
Der Pontifex betonte zudem, dass die Teilnahme an demokratischen Prozessen für Bürger nicht nur ein Recht, sondern auch eine Pflicht sei. Für welche Kandidaten sich Papst Leo XIV. bei der Wahl entschieden hat, bleibt allerdings geheim.
Wie die "Chicago Sun Times" und NBC News unter Berufung auf Behörden im Bezirk Will County bei Chicago berichteten, hatte Leo XIV. seine Briefwahlunterlagen bereits Anfang Oktober im US-Bundesstaat Illinois beantragt.
Allerdings gab es zunächst unterschiedliche Angaben zum Eingang seiner Stimme. Während der Vatikan mitteilte, dass der Papst seinen Stimmzettel abgeschickt habe, berichtete NBC News, dass bei den zuständigen Behörden bisher noch kein ausgefüllter Wahlzettel eingegangen sei.
Politisch ist die Stimmabgabe des Papstes auch deshalb bemerkenswert, weil sein Verhältnis zu Trump als angespannt gilt. Leo XIV. hatte die Politik des Republikaners in der Vergangenheit wiederholt kritisiert. Dabei ging es unter anderem um Pressefreiheit, Migration und den Iran-Krieg.
Trump reagierte darauf mehrfach mit scharfen persönlichen Angriffen gegen das Kirchenoberhaupt. Zu einer direkten Begegnung zwischen dem US-Präsidenten und dem Papst ist es bislang nicht gekommen.