Die Stimmung unter Österreichs Pensionisten und jenen, die kurz vor der Pension stehen, ist angespannt. Sparmaßnahmen wie höhere Krankenversicherungsbeiträge und ein späterer Pensionsantritt setzen ältere Menschen unter Druck. Viele, die jahrzehntelang gearbeitet haben, kommen finanziell kaum noch über die Runden – und fühlen sich von der Politik im Stich gelassen.
"Heute" hat mit Betroffenen gesprochen: Wie sehr belastet sie die Pensionskürzung?
„Schweinerei, die wissen ja gar nicht, was wir mitmachen!“Gerlinde, 85leidet unter der finanziellen Belastung
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"Schweinerei" – so bringt Gerlinde ihre Wut über die Pensionskürzungen auf den Punkt:
"Die wissen gar nicht, was wir durchmachen. Früher bin ich ausgekommen, heute muss ich jeden Euro zweimal umdrehen." Für Pensionisten werde viel zu wenig getan, sagt sie.
Viele müssen wegen der finanziellen Belastung sogar auf Wichtiges verzichten – etwa auf Medikamente. Eine Passantin erzählt: "In der Apotheke zahle ich oft über 50 Euro – manchmal kaufe ich die Medikamente gar nicht, weil sie zu teuer sind".
Für Doris ist es eine "bodenlose Frechheit", dass den Pensionisten so viel weggenommen wird. Brigitte ergänzt: "Die haben 40 Jahre gearbeitet, das ist nicht in Ordnung."
Ein Passant resümiert: "Wir arbeiten fleißig, die Politiker haben nur Papier und Kugelschreiber in der Hand. Wenn das so weitergeht, wird sie der Herrgott bestrafen."
Die Betroffenen sind sich einig: Die Politik macht das Leben vieler älterer Menschen unnötig schwer.