Bis zu 35 Prozent Aufschlag

Preise explodieren! Diese Bezirke sind schon unleistbar

Eigentumswohnungen wurden 2025 deutlich teurer. In 91 von 110 Bezirken Österreichs stiegen die Preise – teils massiv, wie ein willhaben-Check zeigt.
Team Wirtschaft
23.03.2026, 15:26
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Der Immobilienmarkt zieht wieder an: In 91 von 110 Bezirken sind die Angebotspreise für Eigentumswohnungen 2025 gegenüber 2024 gestiegen. Das entspricht rund 80 Prozent der Regionen. Zu diesem Ergebnis kommt der Eigentumspreisspiegel 2025 von willhaben.

Preise in St. Pölten regelrecht explodiert

Besonders stark fiel der Anstieg in Niederösterreichs Landeshauptstadt aus. In Sankt Pölten kletterte der durchschnittliche Quadratmeterpreis von 2.481 auf 3.359 Euro – ein Plus von 35,4 Prozent. Auch Gmunden legte deutlich zu, von 4.582 auf 5.855 Euro (+27,8 Prozent), ebenso Freistadt mit einem Anstieg von 3.359 auf 4.286 Euro (+27,6 Prozent).

In Ballungsräumen ging es steil nach oben

Weitere kräftige Preissprünge gab es etwa in Krems Land (4.210 Euro, +26,6 Prozent) und Wiener Neustadt Land (3.242 Euro, +24,0 Prozent). Laut Auswertung hätten vor allem Ballungsräume wieder angezogen, alle Landeshauptstädte sowie nahezu alle Wiener Bezirke entwickelten sich preislich nach oben.

Teils massive "Pendelbewegungen" bei Preisen

Laut willhaben-Immo-Chefin Judith Kössner lohnt sich jedoch eine Detailbetrachtung: "Wir beobachten bei prozentuell besonders starken Veränderungen seit Jahren in vielen Bezirken sogenannte Pendelbewegungen: Während es zunächst zu einem deutlichen Rückgang kommt, findet im Jahr darauf oftmals eine merkliche Erhöhung statt – oder umgekehrt."

Schwankungen dieser Art können, so Kössner, auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen sein. Dazu zählen etwa das stärker oder schwächer werdende Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage oder gezielte Stadtentwicklung sowie regionale Infrastrukturprojekte.

Wiener City bleibt teuerstes Pflaster

Am teuersten blieb Wohnen in der Wiener City: Dort lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis 2025 bei 13.718 Euro (–0,7 Prozent). Auch Kitzbühel überschritt erstmals die Marke von 10.000 Euro und kam auf 10.056 Euro pro Quadratmeter (-2,9 Prozent). Dahinter folgen Wien Wieden mit 8.618 Euro (+13,3 Prozent), Wien Neubau mit 8.068 Euro (+10,7 Prozent) und Wien Döbling mit 7.974 Euro (–1,5 Prozent).

Murtal, Lilienfeld und Güssing am günstigsten

Deutlich günstiger blieb es in strukturschwächeren Regionen. Im steirischen Murtal etwa lag der Quadratmeterpreis im Schnitt bei 1.481 Euro. Auch Lilienfeld (1.585 Euro), Güssing (1.649 Euro), Bruck-Mürzzuschlag (1.688 Euro) und Leoben (1.779 Euro) blieben unter 1.800 Euro pro Quadratmeter.

Oberwart mit größtem Minus

Gleichzeitig gab es auch spürbare Rückgänge. Besonders stark sanken die Preise in Oberwart auf 1.856 Euro (-17,2 Prozent) sowie in Tulln auf 4.724 Euro (-14,0 Prozent). Ebenfalls deutliche Abschläge verzeichneten die Bezirke Oberpullendorf (-12,5 Prozent), Leoben (-9,6 Prozent) und Neunkirchen (-6,1 Prozent).

Für die Analyse wurden mehr als 230.000 willhaben-Inserate ausgewertet und die Angebotspreise aus 2025 mit jenen aus 2024 verglichen.

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