Haushalte haben 2025 deutlich weniger gespart. Laut Statistik Austria konnten nur noch 9,9 Prozent des verfügbaren Einkommens zur Seite gelegt werden, nach 11,7 Prozent 2024.
Der Rückgang hängt laut den Statistikern damit zusammen, dass den Haushalten unterm Strich weniger Geld geblieben ist. Konkret sank das verfügbare Einkommen unter Berücksichtigung der Inflation um 1,6 Prozent, nachdem es 2024 noch um 4,4 Prozent gestiegen war.
Als Sparen wird laut Experten im Wesentlichen jener Teil des verfügbaren Einkommens verstanden, der nicht in den Konsum fließt. Private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck hatten 2025 ein verfügbares Einkommen von 292,9 Milliarden Euro (2024: 289,6 Milliarden). Einem nominellen Anstieg des verfügbaren Einkommens um 1,1 Prozent stand eine spürbare Inflation im klassischen Konsumbereich von 2,7 Prozent gegenüber.
Bei den Einkommen entwickelten sich die einzelnen Bereiche unterschiedlich. Arbeitnehmerentgelte stiegen nominell um 3,7 Prozent, Sozialleistungen sogar um 5,9 Prozent. Gleichzeitig gingen sonstige Transfers deutlich zurück, vor allem wegen des Wegfalls des Klimabonus (−7,8 Prozent). Auch Einkommen aus Selbstständigkeit, Betriebsüberschuss und Vermögen sanken nominell um 3,7 Prozent.
Auf der Ausgabenseite zogen die Belastungen merklich an. Die von Haushalten entrichteten Steuern vom Einkommen stiegen um 4,9 Prozent, Sozialbeiträge um satte 5,0 Prozent an. Der Konsum legte nominell um 3,2 Prozent zu.
Inflationsbereinigt bedeutet das einen moderaten Zuwachs des realen Konsums um 0,5 Prozent (nach 1,0 Prozent im Jahr davor), während das reale verfügbare Einkommen nach einem deutlichen Anstieg im Vorjahr (+4,4 Prozent) um 1,6 Prozent sank.