Schüler schlagen Alarm

"Probleme benennen" – Brandbrief an Wiederkehr

Angesichts der Situation an den heimischen Schulen zeigt sich die Schülerunion alarmiert. Sie nehmen den Bildungsminister in die Pflicht.
Newsdesk Heute
17.03.2026, 11:47
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Zuletzt gab es wieder Wirbel um Österreichs Schulen. Bereits am vergangenen Freitag präsentierte die Schülerunion Österreich Umfrage-Ergebnisse, wonach zwei Drittel der heimischen Schüler sich nicht auf die Zukunft vorbereitet fühlen.

Des Weiteren wurde im Zuge der aktuellen Kompetenzmessung "iKMPLUS" bekannt, dass die heimischen Volksschüler in Deutsch bei den Bildungsstandards schwächeln – "Heute" berichtete. Hier sehe man akuten Handlungsbedarf seitens des Bildungsministeriums.

Mehr Orientierungsmöglichkeiten

Daher wendet man sich nun in einem offenen Brief an den zuständigen Minister Christoph Wiederkehr (Neos). Demnach zeige die aktuelle Umfrage, dass junge Menschen zu wenig Orientierung über ihre Möglichkeiten nach der Schule hätten. Hier sei der Bildungsminister gefordert, Maßnahmen zur besseren Bildungs- und Berufsorientierung im Schulsystem zu setzen.

Als Beispiele nennt Bundesschulsprecherin Hannah Scheidl Praktika, Informationsveranstaltungen oder Gespräche mit Fachkräften und Studierenden. Dabei sei wichtig, dass "weder die berufliche Ausbildung noch ein Studium als 'besser' oder 'schlechter' dargestellt werden". Demnach seien beide Wege wertvoll für die Gesellschaft.

Reformen gefordert

Der Kritik schließt sich auch Bundesobmann Maximilian Pech an. Ihm zufolge sei es nun an der Zeit, "Probleme in unserem Bildungssystem ehrlich zu benennen" und Reformen voranzutreiben. Eines dieser Probleme seien die Grundkompetenzen im Rahmen der Pflichtschule. Nach der Sekundarstufe I sollte jeder Schüler lesen, schreiben und rechnen können.

Daher wolle man ab der 6. oder 7. Schulstufe verpflichtende IKM-Testungen einführen. Werden hier die Anforderungen nicht erfüllt, soll es zu individuellen Entwicklungsgesprächen zwischen Eltern, Lehrern und Schülern kommen. So könnten gezielte Förderungsmaßnahmen festgelegt werden.

Grundkompetenzen genauer überprüfen

Zudem solle der Lehrkörper dazu verpflichtet werden, sicherzustellen, dass betroffene Schüler die notwendigen Grundkompetenzen bis zum Ende der Sekundarstufe I erreichen. Des Weiteren denke man auch eine verbindliche Überprüfung der Grundkompetenzen im ersten Semester der Abschlussstufe der Sekundarstufe I an.

Sollte hier ein negatives Ergebnis vorliegen, müsse der betroffene Schüler eine verpflichtende Sommerschule besuchen sowie eine Wiederholungsprüfung absolvieren. Ein weiterführender Bildungsweg soll nur mit einer positiven Prüfung möglich sein. Zugleich solle die Prüfungsangst frühzeitig durch ein begleitendes System abgefedert werden.

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