Invasive Tierchen

Rosa Eier entdeckt? Darum musst du sie sofort melden

Wer sie entdeckt, sollte nicht zu lange staunen: Was auf den ersten Blick fast dekorativ wirkt, kann ein Hinweis auf einen Eindringling sein.
Heute Life
08.06.2026, 12:15
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Wer im Garten oder am Teich plötzlich leuchtend rosa Kügelchen entdeckt, hält sie vielleicht zunächst für Blütenreste oder eine ungewöhnliche Pflanze. Tatsächlich können die auffälligen Gebilde jedoch ein ernstes Problem ankündigen. Denn hinter den pinkfarbenen Eiern steckt oft ein invasiver Schädling, der sich in Europa zunehmend ausbreitet: die Apfelschnecke.

Auffällige Eier

Die Eier der Apfelschnecke sind kaum zu übersehen: Sie haften meist in dichten Gruppen an Pflanzenstängeln, Mauern, Steinen oder direkt am Rand von Gewässern und erinnern an kleine rosa Perlenketten. Gerade weil sie so ungewöhnlich aussehen, werden sie häufig nicht als Gefahr erkannt. Dabei können aus einem einzigen Gelege hunderte Jungschnecken schlüpfen.

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Warum die Schnecke problematisch ist

Die ursprünglich aus Südamerika stammende Apfelschnecke gilt als invasive Art: Sie vermehrt sich rasch und frisst große Mengen an Wasser- und Uferpflanzen. In Regionen, in denen sie sich etabliert hat, verursacht sie erhebliche Schäden an Ökosystemen und in der Landwirtschaft. Besonders Feuchtgebiete, Reisfelder und Gewässerufer können betroffen sein.

Sofort handeln statt abwarten

Wer die charakteristischen rosa Eier entdeckt, sollte sie nicht einfach hängen lassen. Experten empfehlen, den Fund umgehend zu melden und die Gelege vorsichtig zu entfernen. Wichtig ist dabei, direkten Hautkontakt möglichst zu vermeiden und die Eier nicht einfach auf den Kompost zu werfen: Dort könnten sie sich weiterentwickeln.

Am besten werden die Gelege in einem verschlossenen Behälter entsorgt oder entsprechend den Vorgaben der zuständigen Behörden behandelt.

Klimawandel könnte Ausbreitung fördern

Noch gilt die Apfelschnecke in vielen Teilen Mitteleuropas nicht als flächendeckendes Problem. Fachleute beobachten die Entwicklung jedoch aufmerksam: Steigende Temperaturen und mildere Winter könnten der wärmeliebenden Art künftig bessere Lebensbedingungen bieten. Dadurch steigt das Risiko, dass sie sich auch in weiteren Regionen dauerhaft ansiedelt.

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