Unter Schutz gestellt

Rückschlag für Babler – Habsburger-Juwelen unpfändbar

Die Rückholung des Habsburger-Familienschmucks erleidet den nächsten Rückschlag. Kanada hat die wertvollen Juwelen per Dekret für unpfändbar erklärt.
Newsdesk Heute
06.08.2026, 14:10
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Im Streit um den Habsburger-Familienschmuck gibt es erneut schlechte Nachrichten für Österreich. Die Regierung der kanadischen Provinz Québec hat die wertvollen Schmuckstücke unter ihren Schutz gestellt und sie für die Dauer einer geplanten Ausstellung im Nationalmuseum von Québec für unpfändbar erklärt.

Das entsprechende Dekret wurde in der offiziellen Regierungszeitung der Provinz veröffentlicht. Darin sind die betroffenen Kunstwerke einzeln aufgelistet.

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Berühmter "Florentiner" betroffen

An erster Stelle der Liste steht der berühmte 137 Karat schwere "Florentiner"-Diamant. Um ihn hatte sich zuletzt die Debatte entzündet, ob Österreich oder auch Italien Ansprüche auf die historischen Juwelen geltend machen könnten.

Ebenfalls unter Schutz gestellt wurde unter anderem ein Orden vom Goldenen Vlies aus dem Besitz von Kaiser Joseph II., den Kaiser Karl I. auf seinem Totenbett getragen hatte.

Karl Habsburg begrüßt Entscheidung

Karl Habsburg, heutiges Oberhaupt der Familie, zeigte sich mit der Entscheidung zufrieden. "Wir begrüßen die Entscheidung der Regierung von Québec, die Schmuckstücke vor potentiellen Ansprüchen Dritter zu schützen", erklärte er.

Zugleich bekräftigte er die Rechtsauffassung der Familie: "Denn es bestehen für uns keinerlei Zweifel daran, dass es sich um privaten Familienschmuck handelt, dessen rechtmäßiger Eigentümer heute ein kanadischer Trust ist."

Mit Blick auf die Geschichte der Sammlung sagte Habsburg außerdem: "In Kanada wurde unsere Familie 1940 auf der Flucht gerettet und vor zutiefst widrigen Zeitumständen geschützt; dort haben die Schmuckstücke bis zum heutigen Tage eine neue Heimat gefunden. Zusammen mit der geplanten öffentlichen Ausstellung der Sammlung in Québec, mit der ein Wunsch der vormaligen Kaiserin Zita in Erfüllung geht, sehen wir das Dekret daher auch als bedeutendes Zeichen andauernden gegenseitigen Vertrauens."

Schmuck kam mit Zita ins Exil

Ex-Kaiserin Zita hatte die Juwelen nach dem Ende der Monarchie ins Exil mitgenommen. Auf ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten brachte sie den Familienschmuck 1940 nach Kanada und übertrug ihn dort in einen Trust, um ihn vor einer Veräußerung zu schützen.

Nach ihrem Wunsch soll die Sammlung 100 Jahre nach dem Tod ihres Mannes Kaiser Karl öffentlich in Kanada gezeigt werden. Zu den Ausstellungsstücken gehören unter anderem auch zwei mit Edelsteinen besetzte Uhren, die einst Marie Antoinette gehört haben. Wann die Ausstellung eröffnet wird, geht aus dem Dekret der Regierung von Québec nicht hervor.

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.08.2026, 14:10