Rund 20 europäische Länder, darunter auch Österreich und Deutschland, haben Ende November rund um Black Friday und Cyber Monday mehr als 300 Online-Händler unter die Lupe genommen.
Gerade an diesen Aktionstagen werben viele Shops traditionell mit besonders starken Preisnachlässen und locken Kunden mit vermeintlichen Schnäppchen.
Das Ergebnis der Kontrollen ist deutlich: Laut Europäische Kommission stellte etwa ein Drittel der überprüften Anbieter Rabatte irreführend dar. So wurden Preise teils kurz vor Rabattaktionen künstlich erhöht, um größere Preisnachlässe vorzutäuschen.
Zudem kritisiert die Kommission gezielte Online-Verkaufsstrategien, die Konsumenten unter Druck setzen oder in die Irre führen sollen.
Auch bei den Bestellprozessen selbst zeigten sich problematische Praktiken. Bei rund 36 Prozent der Händler wurden zusätzliche Produkte automatisch in den Warenkorb gelegt – teilweise ohne klare Zustimmung der Käufer.
Weitere 18 Prozent setzten auf psychologischen Druck, etwa durch Hinweise auf angeblich knappe Lagerbestände oder Countdown-Timer, die zu schnellen Kaufentscheidungen drängen.
In etwa jedem zehnten Fall tauchten zusätzliche Kosten wie Versand- oder Servicegebühren erst ganz am Ende des Bestellvorgangs auf.
Die Europäische Kommission stellt klar: Solche Methoden verstoßen gegen geltendes Verbraucherrecht. Dazu zählen unter anderem irreführende Preisangaben, versteckte Zusatzkosten, künstlicher Zeitdruck oder das Hinzufügen von Produkten ohne ausdrückliche Zustimmung der Kunden.