Recyceln & Geld sparen

So kannst du alte Erde wiederverwenden

Die Erde aus dem letzten Jahr muss nicht gleich in den Müll. Mit ein paar Tricks wird sie wieder wie neu – und deine Pflanzen profitieren.
Heute Life
14.04.2026, 21:33
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Du willst deinen Balkon endlich auf Vordermann bringen oder die Topfpflanzen umtopfen? Bevor du jetzt ins Gartencenter läufst und neue Blumenerde kaufst, solltest du kurz innehalten: Mit ein paar einfachen Handgriffen kannst du die alte Erde vom Vorjahr wiederverwenden. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern spart auch ein bisserl Geld.

"Wie genau spart man hier Geld?"

"Du sparst ganz viel Geld, wenn du die Erde aufbehältst und einfach ein bisschen aufbereitest", erklärt etwa ein Ernteprofi auf TikTok. In den Kommentaren zeigen sich viele skeptisch: "Das funktioniert doch nicht", meinen einige. Andere schreiben: "Meine Pflanzen sterben ja schon mit neuer Erde ..." Und was das Sparen betrifft, gibt es auch kritische Stimmen: "Wie genau spart man hier Geld, wenn man für die Aufbereitung gefühlt zehn weitere Sachen braucht?"

Trotzdem hat der Ernteexperte recht: Alte Erde lässt sich tatsächlich wiederverwenden, aber ein bisserl Aufwand ist notwendig. Und nicht jede Methode ist gleich günstig.

Erde mit frischen Nährstoffen aufwerten

Bevor du loslegst, musst du die alte Erde vorbereiten. Das heißt: Erde auflockern und alles rausnehmen, was nicht reingehört – also Wurzeln, Wurzelballen, Steinchen oder Tonscherben. Ganz wichtig: Nur Erde von gesunden Pflanzen verwenden! Wenn die Pflanze von Trauermücken, Pilzen oder anderen Schädlingen befallen war, solltest du die Erde entsorgen.

Für manche Pflanzen reicht das schon: Salat oder bestimmte Kräuter wie Lavendel, Rosmarin und Thymian, die karge Böden gewohnt sind, kommen auch mit alter Erde gut klar. Für andere Pflanzen musst du die Erde im nächsten Schritt mit frischen Nährstoffen aufwerten.

Vier Methoden, wie du alte Erde aufpeppen kannst

Je nachdem, wie viel Geld, Zeit und Lust du investieren willst, gibt es verschiedene Möglichkeiten, alte Erde wieder fit zu machen.

1. Mit Kompost mischen: Hast du einen Kompost im Garten oder kennst jemanden, der einen hat? Dann kannst du die alte Erde einfach im Verhältnis 1:3 mit Kompost mischen. Das ist gratis und liefert eine nährstoffreiche Grundlage.

2. Mit neuer Erde mischen: Wenn du ein bisserl sparen willst, aber nicht zu viel Aufwand betreiben möchtest, mischst du einfach einen Sack frische Erde mit der alten Erde im Verhältnis 1:1. Für besonders gute Bedingungen kannst du noch Brennnesselblätter oder Malzkeim-Dünger dazugeben.

3. Mit Wurmhumus mischen: Wer einen eigenen Wurmkomposter hat, kann die nährstoffreiche unterste Schicht, den sogenannten Wurmhumus, zur Erde geben. "Besonders empfehlenswert ist Wurmhumus für Starkzehrer wie Tomaten, Zucchini und Paprika", schreibt das Magazin "Geo".

4. Mit Langzeitdünger aufwerten: Der Ernteexperte verwendet eine Mischung aus Hornspänen, Langzeitdünger und ein bisserl frischer Erde. Wichtig ist bei allen Methoden, dass du die alte Erde und die neuen Zutaten gut vermischst, bevor die Pflanzen wieder reinkommen.

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