Spitzenkoch will keine Veganer im Restaurant haben

Max Stiegl ist bekannt als Sterne- und Kultkoch.
Max Stiegl ist bekannt als Sterne- und Kultkoch.ServusTV / Martin Hörmandinger
"Wenn Veganer nicht kommen, ist uns das willkommen." Sternekoch Max Stiegl. Die Provokation löst im Netz derzeit eine wilde Diskussion aus.

Sternekoch Max Stiegl kocht im burgenländischen Gut Purbach, wurde kürzlich vom Restaurantführer "Gault & Millau" als "Koch des Jahres 2021" ausgezeichnet und ist einer der Hauptdarsteller der neuen Sendereihe "Restaurantlegenden" auf ServusTV. Im Ö3-Interview und im "Kurier" lässt der Sternekoch, bei dem auch mal Stierhoden auf den Teller kommen und der demnächst den "Knappenhof" auf der Rax eröffnen will, aufhorchen: "Wenn Veganer nicht kommen, ist uns das willkommen."

Erklären kann dies Stiegl so: Gehe ein Gast zu einem "normalen" Wirt, ob es nun auf einer Skihütte oder in einem Sternelokal sei, achte man darauf, dass von Fleisch über Fisch bis hin zu Gemüse für alle Geschmäcker und Essgewohnheiten etwas auf der Karte stehe. In einem veganen oder vegetarischen Restaurant bekomme man für sich oder seine Kinder aber sicherlich keine Spaghetti Bolognese oder keinen Schinken-Käse-Toast serviert, so Stiegl zur "Toleranz auf Augenhöhe". 

"Bei uns gibt es Essen für das Volk, und nicht für die Schnösel oder irgendwelche Bobos"

"Die lassen meine Kinder verhungern", so Stiegl. "Man muss nicht immer einer Meinung sein", so der Sternekoch. Und dass Veganer gar nicht kommen sollen, verneint Stiegl auf "Ö3" dann doch: "Nein, nein, es gibt auch gute Veganer. Also es fällt mir jetzt keiner auf die Schnelle ein, aber es gibt gute Veganer." Es sei vermessen von vegetarischen Restaurants, zu "fordern, aber nicht geben zu wollen". "Warum muss ein stinknormaler Wirt schauen, dass er alles auf der Karte hat", während ein veganer Wirt alle Freiheiten habe, so der Koch.

Man schreibe mit viel Mühe eine Speisekarte und "dann kommen ein paar Veganer und glauben, sie müssen das umkrempeln", so Stiegl, und sie würden auch das ganze Team "narrisch" machen mit Unverträglichkeiten und Sonderwünschen. "Bei uns gibt es Essen für das Volk, und nicht für die Schnösel oder irgendwelche Bobos. Wir haben ein paar Sitzplätze, und die würden wir gerne mit glücklichen Gleichgesinnten füllen."

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